Wilhelmshavener Raffinerie Wird die Wilhelmshavener Erdöl-Raffinerie endgültig geschlossen?

Redakteur: Marion Henig

Die niederländische Ölfirma Hesta Energy will die Raffinerie, das Tanklager und das Schiffsterminal der Wilhelmshavener Raffineriegesellschaft übernehmen. Die Zukunft der bereits stillgelegten Raffinerie ist jedoch ungewiss.

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Wilhelmshaven bei Nacht (Bild: Stadt Wilhelmshaven)
Wilhelmshaven bei Nacht (Bild: Stadt Wilhelmshaven)

Wilhelmshaven – Die Transaktion soll im Laufe des Jahres abgeschlossen sein. Was dann aus der Wilhelmshavener Raffineriegesellschaft, einem Tocherunternehmen von Conoco Philips, im Anschluss wird, ist laut Medienberichten jedoch ungewiss. Mit einer Kapazität von 260000 Barrel pro Tag ist sie zwar eine der größten Raffinerien Europas, doch sehe Hesta Energy derzeit keine Möglichkeit, sie rentabel als solche zu betreiben. Das zumindest geht aus einer Mitteilung der Wirtschaftsagentur Bloomberg hervor.

Wie die Nordwest-Zeitung auf NWZ Online schreibt, habe Conoco Phillips früher bereits die Absicht geäußert, die seit eineinhalb Jahren stillgelegte Raffinerie künftig als Tanklager zu nutzen – mit 48 statt der zuletzt über 400 Mitarbeiter.

"Die Raffinerie Wilhelmshaven und der Terminal-Komplex bieten zahlreiche geografische und logistische Vorteile", hatte Christian B. Cleret, CEO bei Hestya Energy in der Übernahme-Meldung mitgeteilt. Laut NWZ Online habe Conoco Philips indes mit dem Ausverkauf des Betriebs begonnen. Demnach seien sieben neue Reaktoren, die für eine früher geplante Erweiterung der Anlage angeschafft worden waren, an eine andere Gesellschaft des Konzerns verkauft worden. Auch seien aus der Produktionsanlage Katalysatoren ausgebaut worden, Rohölreste würden derzeit in einen Tanker verladen.

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