Temperaturgeführte Transporte
Wie (temperatur)empfindliche Güter in Form bleiben

Von Anke Geipel-Kern 8 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Beim Versand von Lebensmittel darf die Kühlkette nicht unterbrochen werden. Styroporverpackungen isolieren und schützen gleichzeitig sind allerdings alles andere als nachhaltig. Styropor aus nachwachsenden Rohstoffen ist eine umweltschonende Alternative mit identischen Eigenschaften wie der erdölbasierte Rohstoff.

Recyceltes Styropor: am Endprodukt ist kein Unterschied feststellbar.   (Bild:  Schaumaplast)
Recyceltes Styropor: am Endprodukt ist kein Unterschied feststellbar.
(Bild: Schaumaplast)

Speiseeis mit der Post versenden, geht nicht? „Das muss gehen“, sagte sich Ralf Schulze aus dem brandenburgischen Beeskow, als er die Gründung der „IceGuerilla.de“ plante. Sein Online-Shop ist bisher der einzige in Europa, der den Kunden die Möglichkeit bietet, eigene Eiskreationen zusammenzustellen, die ins Haus geliefert werden. Das Vorhaben war anspruchsvoll: Es geht um Transportzeiten von bis zu 56 Stunden und sommerliche Umgebungstemperaturen im Paketauto von bis zu 70 °C. Selbst dann dürfte die Temperatur im Inneren des Pakets ca. -14 °C nicht überschreiten, denn sonst würde die köstliche Eiscreme zu unansehnlicher Sauce zerlaufen.

Schnell war klar, mit einem Karton, auch wenn er innen gut isoliert wäre, könnte das Projekt nicht gelingen. Die Wahl fiel auf eine individuell gestaltete Verpackung aus Styropor, denn dieses Material bietet sehr gute Isolationseigenschaften zu akzeptablen Kosten. Das Kosten-/Nutzenverhältnis von Styropor macht den wirtschaftlichen Versand von kühlpflichtigen Produkten überhaupt erst möglich. Und das Produktdesign kann die großen Freiheiten bei der Formgebung perfekt nutzen.