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Siemens Prozessleitsystem

Wie Siemens mit neuer Version seines Prozessleitsystems mehr Flexibilität in der Prozessautomatisierung schafft

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Weitere Vorteile ergeben sich durch die Trennung von Mechanik und Elektronik. Durch die stehende Verdrahtung kann die Station ohne Peripheriemodule vorverdrahtet werden. Diese Eigenschaft sowie einheitliche Terminalblöcke erlauben einen standardisierten Schaltschrankaufbau. Speziell für hohe Anlagenverfügbarkeit sorgt die Möglichkeit, Baugruppen im laufenden Betrieb zu stecken und zu ziehen. Auch Stationserweiterungen sind ohne Stillstand möglich.

Profinet unterstützt standardmäßig umfassende Netzwerk-Diagnosemöglichkeiten. Damit Profinet-Architekturen optimal betrieben, vorbeugend gewartet und kontinuierlich überwacht werden können, bietet Siemens mit dem Profinet Bus Analyzer (Bany) ein effektives Tool für die Validierung, Analyse und Diagnose von Profinet-Netzwerken.

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Feldgeräteanbindung neu gedacht

Bislang gewohnte Anlagenkonzepte müssen möglichst reibungslos durch einen modernen, zur digitalen Welt passenden Ansatz abgelöst werden. Dafür hat Siemens die dezentrale Peripherie-Linie Simatic Compact Field Unit (CFU) entwickelt. Der über Profinet angebundene Feldverteiler verbindet die einfache Handhabung bekannter 4…20-mA-Technik mit den Vorzügen der digitalen Feldbus-Technologie. Simatic CFU kommuniziert per Profinet direkt mit den überlagerten Ebenen. Auf Rangierschränke, mehradrige Stammkabel, Klemmkästen usw. kann verzichtet werden.

Mit den Kombinationsmöglichkeiten von digitalem Feldbus und diskreten I/Os ist die Compact Field Unit optimal auf die Anforderung der Prozessindustrie abgestimmt. Neben den acht Profibus PA-Anschlüssen stehen zusätzliche acht diskrete I/O-Kanäle zur Verfügung. Diese lassen sich per Software kanalweise als DI (Digital Input) oder DO (Digital Output) konfigurieren. Die vorgestellte PA-Edition der Peripherie-Linie macht den Anschluss von Profibus PA-Geräten einfach wie nie: Sämtliche an Simatic CFU angeschlossenen Geräte werden automatisch adressiert und über Standardprofile integriert (siehe hierzu Interview im Kasten).

Software-Neuerungen für mehr Produktivität

Die Leitsystem-Basis für die neuen Möglichkeiten in der Feldebene wird durch Simatic PCS 7 gelegt. Das Leitsystem ist in Version 9.0 nicht nur Schlüssel für die Nutzung der Hardware-Innovationen, sondern hält auch zahlreiche Software-Neuerungen bereit. Diese ermöglichen ein produktiveres und flexibleres Arbeiten für Anlagenfahrer und Instandhalter.

Lese-Tipp der Redaktion Die Digitalisierungswelle hat uns in (fast) allen Lebensbereichen erreicht und verändert unsere Sichtweisen und Handlungsfelder. Damit in Zeiten dieser großen Dynamik und heftigen Wandels keine Unsicherheiten aufkommen, ist Kommunikation gefragter denn je. Vor diesen Hintergrund ordnet die Publikation „Vernetzte Welten“ anhand von Beispielen Entwicklungen und Innovationen in den unterschiedlichsten Branchen und Technologien ein. Hochkarätige Fachautoren und Fachjournalisten zeigen, welche Veränderungen auf uns zukommen und wie wir sie meistern können.

Die Projektierung der neuen Peripherie-Linien erfolgt über das bekannte Parametrier-Tool Simatic PDM (Process Device Manager), das nun umfassend Profinet unterstützt. Mehr Flexibilität in der Anwendung garantiert die Client-Server-Kommunikation, wodurch sich dem Anwender eine Vielzahl von Einsatzszenarien erschließen, um Wartungspersonal effizienter einzusetzen, z.B. mithilfe mobiler Clients. Neue Methoden zur Massendaten-Bearbeitung wie paralleler Up- und Download von Geräteparametern oder der selektive Parametertransfer von Gerät zu Gerät beschleunigen die Inbetriebnahme von Feldgeräten. Mit dem neuen Field Device Integration (FDI) Standard, den Simatic PDM erstmalig unterstützt, kann jede Geräteintegration problemlos vollzogen werden.

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