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Webfähige All-in-one-Regler
Die W600-Geräte warten mit einem hintergrundbeleuchteten LCD-Touchscreen auf. Zwei Steckplätze können wahlweise mit Universal-Sensoreingängen oder mit dualen 4…20 mA-Eingängen für Fluorometer wie dem Little Dipper (siehe Praxisbeispiel im Kasten) versehen werden. Die Regler verfügen über sechs Signalausgänge. Der interne Datenlogger erfasst kontinuierlich alle Schaltzustände und Messwerte, die am Display grafisch dargestellt werden können. Die gespeicherten Daten können auf einen USB-Stick heruntergeladen werden. Diese Regler verfügen über die gleiche Funktionalität wie die anderen beiden Gerätetypen.
Ist die Ethernet-Option installiert, kann über Internet oder Intranet per Smartphone, Tablet oder PC zugegriffen werden. Per Gastzugang kann sich jeder selbst davon überzeugen (Benutzername „guest“, Kennwort: „2001“).
Leitwarte für mehrere Geräte
Will man mehrere Geräte mit ihren Alarmzuständen überblicken, zeigt die webbasierte Leitwarte VTouch alle relevanten Daten an. Die Darstellung kann etwa nach Anlagen oder Prozessen sortiert werden. Auch VTouch bietet einen kennwortgeschützten Zugang für verschiedene Benutzer mit mehreren Sicherheitsstufen. Es kann auf einzelne Geräte zugegriffen werden, um sie auch dort zu konfigurieren. Auch für die Leitwarte gibt es einen Gastzugang (Benutzername „vtouchdemo@walchem.com“, Kennwort: „vtouch“).
Praxisbeispiel: Die richtige Inhibitor-Dosis
Häufig wird ein Automatismus benötigt, der nur die wirklich erforderliche Menge Korrosionsinhibitor in das Kühlturm- oder Kesselspeisewasser dosiert. Dabei bedient man sich fluoreszierender Substanzen: Der Farbstoff wird dem Inhibitor in geringsten Mengen, aber einem festen Verhältnis hinzugefügt. Ein spezieller optischer Sensor, der Little Dipper, misst diesen Fluoreszenzfarbstoff im Prozesswasser. Durch das Messergebnis weiß der Betreiber, wie viel Wirkstoff das Wasser enthält. Der Fühler wird in der Messstrecke eines W600- oder Webmaster-Reglers montiert und überträgt das Messergebnis als 4…20 mA-Signal an den Regler. Dieser rechnet es in einen Konzentrationswert um und steuert auf dieser Grundlage die Inhibitorpumpe.
Ein Vorteil an diesem Verfahren ist der niedrige Preis des Farbstoffs. Zudem ist die Messung nur mit geringem Kosten- und Wartungsaufwand verbunden, im Gegensatz zur direkten Messung des Inhibitors mithilfe nasschemischer Prozess-Analysatoren. Das Praxisbeispiel ist auch auf Härtestabilisatoren übertragbar.
* Der Autor ist Mitarbeiter der MPT Meß- und Prozeßtechnik GmbH, Rodgau.
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