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Interview mit Dr. Jörg Hähniche, Mitglied im Vorstand der Profibus Nutzerorganisation

Dr. Jörg Hähniche, Mitglied im Vorstand der Profibus Nutzerorganisation „Der Anwender kann jetzt in die Profinet-Technologie einsteigen!“
Dr. Jörg Hähniche, Mitglied im Vorstand der Profibus Nutzerorganisation „Der Anwender kann jetzt in die Profinet-Technologie einsteigen!“
(Bild: Jurga Graf 2012 (www.photo-graf.de) / PNO)

PROCESS: Herr Dr. Hähniche Warum ist die Situation bei Profinet eine andere als damals bei Profibus als dessen Einführung in der Prozessindustrie eher schleppend verlief?

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Hähniche: Die Situation ist eine völlig andere als vor 25 Jahren. Diesmal liegt ein Gesamtpaket vor, dass alle Eventualitäten der Prozessindustrie abdeckt, von der einfachen Anlage bis zur Redundanzlösung oder zur ex-geschützten Anlage. Und das Konzept ist so flexibel, dass es offen für zukünftige Entwicklungen ist. Während der gesamten Entwicklungsphase war zudem der Kontakt zu den Anwendern, also zur Namur, sehr eng. So gibt jetzt z.B. in Bezug auf APL die ersten Technologieevaluierungsprojekte mit den Anwendern zusammen, um sicherzustellen, dass Fehler gleich im Ansatz erkannt und eliminiert werden.

PROCESS: Wie kann der Anwender sicher sein, dass er mit der richtigen Technologie unterwegs ist?

Hähniche: Zukunftssicherheit und der Schutz des bisherigen Investments sind seit jeher wichtige Aspekte unserer Entwicklungsarbeiten. Die PNO garantiert bei ihren Technologien immer, dass diese kompatibel zu bestehenden Lösungen sind und dass diese über viele Jahre Bestand haben. Aber es ist nicht nur eine verlässliche Technologie, die zählt. Die PNO bietet noch mehr, etwa in Form der Guidelines oder der Competence Center, die auf die Bedürfnisse der Prozessindustrie ausgerichtet wurden, um einen optimalen Support für Anwender und Hersteller sicherzustellen.

PROCESS: Ist die Technologie bereits fertig?

Hähniche: Das Portfolio ist vollständig. Es gibt Switches, die den Übergang von Profibus PA zu Profinet ermöglichen, Steuerungen sowie ein breites Angebot an Feldgeräten mit Profinet für die Prozessindustrie. Lediglich bei APL müssen sich die Anwender noch bis 2020 gedulden, damit das in IEEE standardisierte Konzept (Ende 2019) in die Profinet-Spezifikation überführt worden ist. Mit anderen Worten: Es gibt keinen Grund mehr, dass die Prozessindustrie nicht jetzt in die Profinet-Technologie einsteigen kann.

Tipp der Redaktion: Am 16.10.2019 gibt es in Stuttgart einen Profinet-Technlogie-Workshop und am 17.10.2019 einen Workshop speziell für die Prozessindustrie: Profinet in Process Automation.

* Die Autorin ist freie Fachjournalistin für Profibus & Profinet International (PI), Karlsruhe.

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Über den Autor

 Sabine Mühlenkamp

Sabine Mühlenkamp

freie Journalistin, Pressebüro Mühlenkamp