Lebensmittelhersteller haben in den letzten Jahren die Wettbewerbsvorteile der Robotertechnik erkannt und investieren zunehmend in Lösungen, wie zum Beispiel Pick-and-Place-Roboter. Die automatisierten Helfer versprechen mehr Flexibilität und Effizienz für die Fertigung sowie optimale Qualitätssicherung für das Lebensmittel. Und das ist nur ein Grund, warum sich die Zahl der Robotik-Lösungen in den nächsten zehn Jahren verdreifachen wird.
Der Autor Andreas Schildknecht, Produktmanager Robotik bei Syntegon. Im Hintergrund ein Deltaroboter.
(Bild: BOSCH PACB-MKT)
Der Megatrend Automatisierung prägt die Industrie seit Jahren und hat in Pandemiezeiten weiter an Fahrt aufgenommen. Roboter sind aus vielen Branchen nicht mehr wegzudenken. Laut der International Federation of Robotics (IFR) hat sich die Zahl der Industrieroboter im vergangenen Jahrzehnt weltweit mehr als verdreifacht. Zudem erobern sie stetig neue Märkte, nicht zuletzt die Lebensmittelindustrie. Dort haben sich beispielsweise Pick-and-Place-Roboter als eine wichtige Automatisierungslösung etabliert und sind mit 40 Prozent Marktanteil das am stärksten wachsende Robotik-Segment.
Die meisten Roboter werden zum Verpacken eingesetzt
DLG-Umfrage Robotereinsatz
Von August bis Oktober 2019 hat die DLG (Deutsche Landwirtschafts Gesellschaft) für ihren DLG-Trendmonitor 2020 insgesamt 88 Unternehmen der Lebensmittelbranche befragt, wie sie es mit dem Robotereinsatz halten. Die meisten Umfrageteilnehmer stammen aus kleinen und mittelständischen Betrieben mit einem Umsatz größer als zehn Millionen Euro (32 Prozent) und zwischen 10 bis 49 Millionen Euro (18 Prozent). Jedoch haben sich auch elf Großbetriebe mit mehr als 2000 Mitarbeitern an der Umfrage beteiligt. Etwas über die Hälfte (52 Prozent, 46 Betriebe) der befragten Betriebe haben Roboter im Einsatz, 48 Prozent (42 Unternehmen) setzen keine Roboter ein. Wie die Grafik zeigt, liegt der Einsatzschwerpunkt im Bereich Verpacken beim „Umverpacken“, das mit 14 Nennungen am häufigsten angegeben wurde.
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