Die von Hamilton Bonaduz entwickelten Arc-Sensoren sind für die Prozessanalytik eine der wichtigen Entwicklung der letzten Jahre. Die integrierten Mikro-Transmitter koppelten ohne die bis dahin üblichen externen Transmitter an das Prozessleitsystem, ermöglichten Diagnosen und die GMP-konforme Dokumentation der Daten. Damit revolutionierte das Analyseunternehmen vor zehn Jahren die Prozesse zur kontinuierlichen Kontrolle und Steuerung von Bioprozessen.
Auch der neue CO2-Sensor verfügt über die Arc-Technologie.
(Bild: Hamilton Bonaduz)
Die Messung und Steuerung von Bioprozessen ist eine Herausforderung, aber auch ein Bereich, in dem in den letzten Jahren große Fortschritte erzielt worden sind. Lange Zeit war Sensortechnik analog, bis vor zehn Hamilton Bonaduz die Arc-Technologie mit integriertem Mikrotransmitter entwickelte und keine externen Transmitter mehr nötig waren. Bis heute arbeitet das Unternehmen an der Weiterentwicklung seiner Sensoren und der Technologie und bringt immer neue Arc-basierte Sensoren auf den Markt.
Genaue Marktbeobachtung verät wo dem Kunden der Schuh drückt
Doch wie kam es zur Entwicklung der Arc-Sensoren? Immer wieder fiel den Experten bei Hamilton auf, dass die Nutzung der bis dato vorhandenen Sensoren mit einem erheblichen Zeitaufwand im Bereich der Dokumentation und Wartung verbunden war. Denn analoge Sensoren verfügen über keinerlei integrierte Elektronik. Einblicke hinsichtlich des Sensorzustands, wie oft er in einem Prozess verwendet wurde oder wie viele Reinigungszyklen er durchlaufen hat, können allenfalls indirekt über den notwendigen Signaltransmitter erfolgen.
Seminar: Qualitätsrisikomanagement für regulierte Produkte
In unserem Seminar „Qualitätsrisikomanagement für regulierte Produkte im Lifescience“ lernen Sie, wie Sie ein Risikomanagementsystem aufbauen und im Qualitätsmanagement integrieren können. Dabei werden Hilfsmittel präsentiert und deren Einsatz anhand von Fallbeispielen geübt. Aufgrund der aktuellen Corona-Pandemie ist diese Veranstaltung auch als Live-Webinar buchbar.
Und auch die Handhabung im Prozess gestaltet sich schwieriger, da analoge Sensoren verkabelt sind und ihr Signal auf klassische Weise 1:1 an einen Transmitter übertragen. Letzterer verstärkt dieses schwache, für externe Störungen sehr anfällige elektrochemische Messsignal und wandelt es um, damit es dann z. B. als 4-20mA-Wert in das Prozessleitsystem eingespeist werden kann.
Die Kalibrierung und Validierung erfolgt physisch vor Ort am Bioreaktor. Gerätedetails einschließlich der Kalibrierungsergebnisse müssen von Technikern abgelesen und händisch dokumentiert werden. Dadurch kommt es nicht nur zu Zeitverzögerungen, sondern ggf. auch zu hohen Ausschussraten und steigenden Kosten aufgrund von zu spät erkannten Abweichungen. Die Funktionsweise analoger Sensoren lässt die Ermittlung PAT-relevanter Informationen somit kaum zu.
Mit der Arc Technologie können Konfigurationseinstellungen von Sensor zu Sensor übertragen werden, wodurch Zeit und Fehlerpotentiale erheblich reduziert werden.“
Frank Wolpers Hamilton Bonaduz)
Der Großteil dieser aufwändigen Arbeiten könnte durch das Hinzufügen eines Mikroprozessors zum Sensor der Vergangenheit angehören – so die Idee aus dem Hause Hamilton. Mit Arc gelang schließlich der Technologiesprung, der viele Vorzüge mit sich brachte: „Einige besonders zukunftsorientierte Nutzer erkannten gleich die Vorteile des Übergangs zur Arc-Technologie. Die Schwierigkeit bestand in erster Linie darin, die Neuerung in der gesamten Branche zu etablieren“, erinnert sich Global Sales Director Frank Wolpers. Das besondere Vertrauensverhältnis zu den Kunden habe bei der Einführung der neuen Technologie geholfen.
Früher Novum heute Norm
Heute sind die Arc Sensoren aus der Branche nicht mehr wegzudenken. Sie kommunizieren direkt mit dem Prozessleitsystem und senden nicht nur einen kompensierten Messwert zur Steuerung von Prozessen, sondern bieten auch eine Vielzahl an Diagnosefunktionen, die automatisch und GMP-konform aufgezeichnet werden. Sämtliche relevante Daten und kritische Parameter können schnell und exakt erhoben und dokumentiert werden.
Kommunikation par excellence
Egal, ob pH-Wert, ORP, gelöster Sauerstoff, Leitfähigkeit oder Zelldichte – die Werte stehen in Echtzeit zur Verfügung. Auf diese Weise findet eine optimale Steuerung der Prozesse statt, die sowohl die Qualität der Ergebnisse, als auch Ausschuss und Zeitverluste auf ein Minimum reduziert. Die Sensorintelligenz ermöglicht die Kalibrierung im Messlabor bzw. in kontrollierten Umgebungen und gewährleistet ein hohes Maß an Ausfallsicherheit.
Frank Wolpers ist Global Sales Director Process Analytics bei der Hamilton Bonaduz
(Bild: Hamilton)
„Mit der Arc-Technologie können Konfigurationseinstellungen zudem von Sensor zu Sensor übertragen werden, wodurch Zeit und Fehlerpotentiale erheblich reduziert werden. Die Sensoren verfügen dank des Mikrotransmitters über eine 4-20-mA-Schnittstelle und können somit direkt in vorhandene Infrastrukturen integriert werden. Auch die Möglichkeit, sämtliche Sensordaten an das Prozessleitsystem (PLS) zu übertragen wird mit dieser Technologie geboten“, verdeutlicht Frank Wolpers die einfache Handhabung in der Praxis.
Da es sich um eine bidirektionale Kommunikation handelt, kann der Sensor direkt vom PLS aus konfiguriert werden. Um die Anwendung der Arc-Sensoren im Handling so simpel wie möglich zu gestalten, können sie darüber hinaus auch mit PCs und mobilen Endgeräten konfiguriert und überwacht werden. Durch Bluetooth-Adapter und -Module sind alle intelligenten Sensoren in der Lage, direkt mit diesen zu kommunizieren.
Die Anwender können also sämtliche Informationen zu jedem Sensor aus der Ferne einsehen. Unstimmigkeiten werden unmittelbar erkannt und können behoben werden. Die intelligenten Sensoren senden Alarme, Informationen zur Fehlerbehebung, Qualitätsindikatoren und Diagnosen sowohl an das PLS als auch an mobile Endgeräte.
Stand: 08.12.2025
Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, dass wir verantwortungsvoll mit Ihren personenbezogenen Daten umgehen. Sofern wir personenbezogene Daten von Ihnen erheben, verarbeiten wir diese unter Beachtung der geltenden Datenschutzvorschriften. Detaillierte Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Einwilligung in die Verwendung von Daten zu Werbezwecken
Ich bin damit einverstanden, dass die Vogel Communications Group GmbH & Co. KG, Max-Planckstr. 7-9, 97082 Würzburg einschließlich aller mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen (im weiteren: Vogel Communications Group) meine E-Mail-Adresse für die Zusendung von redaktionellen Newslettern nutzt. Auflistungen der jeweils zugehörigen Unternehmen können hier abgerufen werden.
Der Newsletterinhalt erstreckt sich dabei auf Produkte und Dienstleistungen aller zuvor genannten Unternehmen, darunter beispielsweise Fachzeitschriften und Fachbücher, Veranstaltungen und Messen sowie veranstaltungsbezogene Produkte und Dienstleistungen, Print- und Digital-Mediaangebote und Services wie weitere (redaktionelle) Newsletter, Gewinnspiele, Lead-Kampagnen, Marktforschung im Online- und Offline-Bereich, fachspezifische Webportale und E-Learning-Angebote. Wenn auch meine persönliche Telefonnummer erhoben wurde, darf diese für die Unterbreitung von Angeboten der vorgenannten Produkte und Dienstleistungen der vorgenannten Unternehmen und Marktforschung genutzt werden.
Meine Einwilligung umfasst zudem die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse und Telefonnummer für den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern wie z.B. LinkedIN, Google und Meta. Hierfür darf die Vogel Communications Group die genannten Daten gehasht an Werbepartner übermitteln, die diese Daten dann nutzen, um feststellen zu können, ob ich ebenfalls Mitglied auf den besagten Werbepartnerportalen bin. Die Vogel Communications Group nutzt diese Funktion zu Zwecken des Retargeting (Upselling, Crossselling und Kundenbindung), der Generierung von sog. Lookalike Audiences zur Neukundengewinnung und als Ausschlussgrundlage für laufende Werbekampagnen. Weitere Informationen kann ich dem Abschnitt „Datenabgleich zu Marketingzwecken“ in der Datenschutzerklärung entnehmen.
Falls ich im Internet auf Portalen der Vogel Communications Group einschließlich deren mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen geschützte Inhalte abrufe, muss ich mich mit weiteren Daten für den Zugang zu diesen Inhalten registrieren. Im Gegenzug für diesen gebührenlosen Zugang zu redaktionellen Inhalten dürfen meine Daten im Sinne dieser Einwilligung für die hier genannten Zwecke verwendet werden. Dies gilt nicht für den Datenabgleich zu Marketingzwecken.
Recht auf Widerruf
Mir ist bewusst, dass ich diese Einwilligung jederzeit für die Zukunft widerrufen kann. Durch meinen Widerruf wird die Rechtmäßigkeit der aufgrund meiner Einwilligung bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung nicht berührt. Um meinen Widerruf zu erklären, kann ich als eine Möglichkeit das unter https://contact.vogel.de abrufbare Kontaktformular nutzen. Sofern ich einzelne von mir abonnierte Newsletter nicht mehr erhalten möchte, kann ich darüber hinaus auch den am Ende eines Newsletters eingebundenen Abmeldelink anklicken. Weitere Informationen zu meinem Widerrufsrecht und dessen Ausübung sowie zu den Folgen meines Widerrufs finde ich in der Datenschutzerklärung, Abschnitt Redaktionelle Newsletter.
In der automatischen GMP-konformen Dokumentation wird der Verlauf jedes Sensors gespeichert, sodass der Bediener erkennen kann, wann dieser verwendet wurde, ob Kalibrierungsfehler oder Warnungen, Schnittstellenfehler oder auch Hardwarefehler auftreten. Die Informationen können schließlich verwendet werden, um Prozessabweichungen zu korrigieren. Auch Entscheidungen hinsichtlich des Austauschs oder der Kalibrierung können auf Basis der Dokumentation gefällt werden.
Eigene Software optimiert Prozessdarstellung und Handhabung
Mit Hilfe der ebenfalls von Hamilton entwickelten Arc Air App stehen die Funktionalitäten wie Überwachung, Konfiguration und Kalibration auch völlig unkompliziert anhand von Smartphones oder Tablets zur Verfügung. „Wir setzen in vollem Umfang auf die Kombination von reibungsloser Kommunikation, Prozessoptimierung und einfacher Handhabung. So sind wir darauf bedacht, auch künftig im Sinne unserer Kunden zu forschen, weiterzuentwickeln und die Vorteile intelligenter Sensoren noch besser nutzbar zu machen“, erklärt Frank Wolpers.
Mit Hilfe der Software können bereits jetzt jedem Anwender bestimmte Rollen zugeschrieben werden, um erweiterte Sicherheitsvorgaben zu erfüllen. So können bestimmte Nutzer die Sensoren lediglich in den Prozessgruppen sehen, die ihnen zugewiesen sind. Die Funktionen können zudem nach Benutzerrollen definiert sowie digitale Kalibrierungs- und Validierungsberichte mit einer elektronischen Signatur gespeichert werden.
Forschungsarbeit wird immer weiter vorangetrieben
Die Einführung der Arc-Technologie stellte einen Meilenstein im Bereich der Prozesskontrolle, -sicherheit und -dokumentation dar, der durch eine einfache Handhabung und wirtschaftliche Vorteile überzeugt. Seit nunmehr 3 Jahren hat die automatisierte, GMP konforme Dokumentation Einzug in die Bioprozesse erhalten. Im letzten Jahr wurde mit dem innovativen Lebend-Zelldichtsensor Incyte ein weiterer Messparameter der Arc-Familie hinzugefügt.
Technische Neuheit für die CO2-Messung in Bioreaktoren is der der neue „CO2NTROL“ Sensor.
(Bild: Hamilton)
„Als neustes Mitglied der Arc Familie haben wir mit CO2NTROL einen innovativen CO2 Sensor auf den Markt gebracht. Dieser revolutioniert die CO2-Messung in Bioprozessen dank einer komplett neu entwickelten optischen Messtechnik. Auf diese Weise wird nicht nur die Handhabung gegenüber den bisher genutzten Messmethoden verbessert, sondern auch die Betriebskosten für die Kunden werden signifikant gesenkt.“, resümiert Frank Wolpers und unterstreicht damit einmal mehr die stetige Forschungs- und Entwicklungsleistung des Unternehmens.
* *Die Autorin ist Mitarbeiterin bei Jansen Communications