150 Jahre BASF

Wie es BASF vom Farbenhersteller zum Weltkonzern schaffte

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International von Anfang an

International arbeitet das Unternehmen schon seit seinen Anfängen. BASF hat bereits kurz nach ihrer Gründung weltweit Farben verkauft. 1885 schickte BASF einen Direktor nach China, um dort Chancen für das Unternehmen auszuloten. „China war damals ein neuer Markt auf einem weitgehend unbekannten Kontinent. Dort war echte Pionierarbeit zu leisten. Heute ist BASF der größte ausländische Chemie-Investor in China“, sagte Dr. Martin Brudermüller, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der BASF.

Open Innovation als Programm

Ein Kernelement des Jubiläums ist das Creator SpaceTM-Programm. Im Jahr 2050 werden neun Milliarden Menschen auf der Erde leben, davon 70 % in Städten. Ein Unternehmen, das weltweit arbeitet, muss sich in verschiedene Märkte hineinversetzen und die unterschiedlichen Anforderungen gut kennen.

Wie werden die Städte aussehen, in denen wir in Zukunft wohnen? Woher kommt die Energie, die wir brauchen? Wie kann es genug gesunde Nahrung für alle geben? Die Antworten auf diese Fragen sehen regional sehr unterschiedlich aus.

Das Creator Space-Programm schafft virtuell und im persönlichen Kontakt zahlreiche Möglichkeiten, um die Schwerpunktthemen Energie, Ernährung und städtisches Leben besser zu verstehen und an Lösungen zu arbeiten, davon zeigt sich Bock überzeugt. Je besser das Unternehmen die Marktbedürfnisse verstehe, desto besser seien die Innovationen – egal, ob es um Produkte, ganze Systeme oder neue Geschäftsmodelle gehe.

Seit September 2014 ist die Website Creator Space Online live. Mittlerweile tauschen sich mehr als 2.000 Teilnehmer in Echtzeit zu den Themen städtisches Leben, Energie und Ernährung aus. Was auf Creator Space Online an Ideen und Lösungen entsteht, wird aufgegriffen und in andere Jubiläumsaktivitäten eingespeist, beispielsweise in die Creator Space Tour.

Die Tour macht 2015 jeweils etwa eine Woche lang Halt in sechs Städten: im Januar in Mumbai und anschließend in Schanghai, New York, São Paulo, Barcelona und Ludwigshafen. Sie bietet Raum für Workshops, Konferenzen, Ideenwettbewerbe und Kultur. Jeder Stopp konzentriert sich dabei auf eine Herausforderung, die eine besondere Bedeutung für die Stadt oder das Land hat.

Im Rahmen des Creator Space-Programms plant BASF außerdem drei Wissenschaftssymposien – in Ludwigshafen, Chicago und Schanghai. Bei jeder Veranstaltung treffen sich renommierte Wissenschaftler verschiedener Fachrichtungen. Mit dabei sind Nobelpreisträger wie der Physiker und Energiepolitiker Steven Chu und der Chemiker Jean-Marie Lehn oder auch Frances Arnold, die Pionierin für die Evolution im Reagenzglas. In Summe soll mit mehr als 1.500 Gästen aus Wissenschaft, Politik und Industrie diskutiert werden..

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