Nachhaltig brauen
Wie Brauereien beim Würzekochen und Isomerisieren Ressourcen schonen

Von Manja Wühr 6 min Lesedauer

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Energie und Wasser sind teuer, Hopfen inzwischen auch: Hopfenbauern, so heißt es, können die Nachfrage nach Alphasäure trotz guter Ernten gar nicht mehr bedienen. Brauereien, die jetzt nicht klassische Verfahren überdenken und Brauprozesse neu modellieren, werden es in Zukunft schwerer haben, rentabel zu sein.

Extraktionseffizienz verbessern mit dynamischer Kalt­hopfung Hopstar Dry von Gea.(Bild:  Gea)
Extraktionseffizienz verbessern mit dynamischer Kalt­hopfung Hopstar Dry von Gea.
(Bild: Gea)

Oft ist es die Mischung aus eigener Anspruchshaltung, betriebswirtschaftlicher Notwendigkeit und dem wachsenden öffentlichen Druck von Gesetzgebern, Verbrauchern und Investoren, die ein Streben nach Energie- und Ressourceneffizienz zum Innovationsmotor für die gesamte Brauindustrie machen. In den letzten Jahrzehnten konnte sie bereits Energie- und Wasserverbräuche erfolgreich reduzieren. Doch die Brauereien bleiben anspruchsvoll: Sie lassen keine Verschwendung zu und wollen weiterhin Rohstoffe besser einsetzen, Wasser und Energie sparen. Grünes Brauen heißt, Verantwortung als Akteur einer energieintensiven Industrie gegenüber der Umwelt und dem Umfeld wahrzunehmen. Und tatsächlich liegen in der Lieferkette von Brauereien und in ihrer Produktion immer noch große Verbesserungspotenziale. Gea betrachtet dazu die Prozesse von der Malzannahme bis hin zur Abfüllung ganzheitlich.

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Energierückgewinnung und Energiespeichersysteme
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In Brauereien werden schon seit 1988 Energiespeichersysteme eingesetzt, um beispielsweise die Energie aus der Verdampfung in der Würzepfanne oder dem Würzekühler wieder im Prozess nutzen zu können. Mit dem Energiespeicher 2.0 hat Gea ein Konzept entwickelt, das im Brüdenkondensator und Würzekühler statt Energiespeicherwasser Brauwasser auf 94 °C erhitzt, das so direkt für den Prozess zur Verfügung steht. Der Heißwasser-Überschuss lässt sich durch die hohe Temperatur reduzieren. In dem offenen System kann unter Beachtung der Gesamtverdampfung ein Wasser- und Wärmemanagement erfolgen. Das auf 94 °C erhitzte Wasser kann zur effizienten Erhitzung der Würze, und falls ausreichend, ebenfalls zur Erwärmung der Maische bis 72 °C verwendet werden. Das senkt wiederum den Primärenergieverbrauch und damit die CO2-Emissionen. Das so entstehende 80 °C heiße Wasser kann direkt im Brauprozess weiterverwendet werden.

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