Syngas to Fuel Wie Benzin aus Synthesegas entsteht

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Tobias Hüser

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Blick auf eine STF-Benzinversuchsanlage in Freiburg.
Blick auf eine STF-Benzinversuchsanlage in Freiburg.
(Bild: Chemieanlagenbau Chemnitz)

Chemieanlagenbau Chemnitz (CAC)hat sich in dem Projekt „Syngas to Fuel“ (kurz STF) auf die Suche nach einer Methode gemacht, die Benzin aus Gas erzeugt. Die Herstellung des Benzins erfolgt in zwei Prozessschritten – einer Methanol- und einer anschließenden Benzinsynthese. Das Benzin entspricht dabei der Euro IV-Norm. Der STF-Prozess ist unter der Nummer DE 10 2009 046 790.4 patentiert und kann sofort ohne weitere Nachbereitung eingesetzt werden.

Für CAC war vor allem ein spezieller Katalysator und die konstruktive Umsetzung der Wärmeübertragung der Schlüssel zum Erfolg. Zwei parallel verlaufende Nachstufen sind bei dem Prozess zu berücksichtigen: Die destillativ ablaufende Benzinstabilisierung und die katalytische Methanolrückgewinnung, die das Restwasser als Speisewasser im Prozess wiederverwertbar macht. Bei der Wahl des Grundstoffes für das Synthesegas kann der Prozessingenieur flexibel sein – infrage kommen Erdgas, Raffineriegase, Kohle oder nachwachsende Rohstoffe. Die Qualität des Synthesegases kann dabei erheblich variieren.

Die isothermen Reaktoren sollen für mehr Effektivität sowie für eine stabile und hohe Produktqualität sorgen. Die erzeugte Wärme verbleibt im Reaktor und lässt sich so auch für andere Aufgaben nutzen. Zudem fallen die Investitionskosten laut CAC im Vergleich zur konventionellen Benzinaufbereitung geringer aus.Achema: Halle 9.1, Stand B26

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