Energie- und Ressourceneffizienz Wer soll das bezahlen? So kommen Sie an Geld vom Bund für die Energiewende

Von Dominik Stephan 3 min Lesedauer

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Auch wenn Urlaubsflüge, Auto und Ölheizung im Fokus der Kritik stehen, stammen mehr als 40 Prozent der CO2-Emissionen weltweit aus Industrie und Gewerbe. Doch wie kann die Transformation zu mehr Energie- und Ressourceneffizienz gelingen? Nicht zuletzt mit öffentlichen Geldern für die Privatwirtschaft...

Weg mit Fossilen, her mit Erneuerbaren? Wie sie sich Fördermittel für Ihre Effizienzprogramme sichern.(Bild:  frei lizenziert /  Pixabay)
Weg mit Fossilen, her mit Erneuerbaren? Wie sie sich Fördermittel für Ihre Effizienzprogramme sichern.
(Bild: frei lizenziert / Pixabay)

Es ist Fakt: Steigende Energiekosten und CO2-Preise, Unsicherheiten bei der Rohstoffversorgung und die Angst vor einem möglichen Blackout bereiten Industrieplanern und Anlagenbauern schlaflose Nächte. Die Lage auf den Energiemärkten in Folge von Lockdown-Politik und Ukraine-Krieg lässt die Industrie die lange ungeliebte Energiewende in einem neuen Licht sehen. Plötzlich sind Energie- und Ressourceneffizienz wieder ganz oben auf der Agenda - doch mitten in der Wirtschaftskrise fällt es schwer, die nötigen Investitionen anzuschieben.

Gut, wenn man da auf staatliche Förderung zurückgreifen kann: Immerhin steckt der Bund alleine mit dem BAFA-Programm "Energie- und Ressourceneffizienz in der Wirtschaft – Modul 5 (Transformationsprozess)“ bis zu 80.000 Euro für jedes einzelene Konzept zur Verfügung (bei einer Förderquote von 50 Prozent der zuwendungsfähigen Investitionskosten, wobei KMUs einen 10-prozentigen Bonus erhalten) zur Verfügung. Dazu kommen vier weitere Pakete, etwa die die Förderung von Energie- und Ressourceneffizienz sowie Prozesswärme aus erneuerbaren Energien in Unternehmen im Paket 1, wobei Unternehmen zwischen einem einem Zuschuss und einem Kredit mit Teilschulderlass (Tilgungszuschuss) wählen können. Doch wie genau kommt man an die begehrten Fördertöpfe?

Geld für die Energiewende - aber wofür genau?

Förderfähig sind unter anderem die Erstellung eines Transformationskonzeptes, die CO2-Bilanzierung und -Zertifizierung sowie die Aufwände für Messungen, Datenerhebungen und Datenbeschaffung, erklärt der TÜV Süd. Doch die Umsetzung ist in der Praxis nicht einfach: „Die Umstellung der unternehmensinternen Prozesse in Richtung einer sicheren und nachhaltigen Energieversorgung ist aufwändig und erfordert spezielles Know-how“, so Dr. Michael Bunk, Leiter des Center of Competence Energieeffizienz der Industriedienstleister. „Die Verbesserung der Energie- und Ressourceneffizienz ist mit einem nicht zu unterschätzenden Aufwand verbunden und erfordert strategische Entscheidungen.“

Übrigens: Wem Eigen- und Bundesmittel nicht reichen, der findet bei der KFW ein Förderprogramm für Kredite bis 25 Millionen Euro (unter Vobehalt) für besonders effiziente Komponenten, Anlagen und Lösungen. Dazu kommen bis zu 55 Prozent Tilgungszuschuss. Dabei erstreckt sich die Förderung ausdrücklich auch auf bei der Umsetzung der geplanten Maßnahmen entstehende Nebenkosten.

With a little Help from my Friends: Mit Partnern an die begehrten Fördertöpfe

Und trotzdem: Handeln könne sich nicht nur moralisch lohnen, sind die Tüv-Experten sicher: Wer früh sich auf strenger werdende Gesetze einstellt und gleichzeitig Energie und Rohstoffe spart sei in Zukunft Gegenüber der Politik oder Marktturbulenzen resilienter.

Wer den Aufwand nicht alleine stemmen will oder nicht genau weiß, wie ein derartiger Prozess ablaufen könnte, findet bei Dienstleistern konkrete Unterstützung: So bietet etwa der TÜV Süd ein Unterstützungspaket für die Beantragung der entsprechenden Fördermittel an – begonnen bei der Auswahl der Standorte über die Ist-Aufnahme der Treibhausgasemissionen, die Formulierung von Reduktionszielen und die Bewertung von CO2-Reduktionsszenarien bis zur Erstellung eines Transformationskonzeptes und die Einreichung des Förderantrags bei der BAFA.

„Mit der Förderung unterstützt der Bund die Unternehmen gezielt dabei, ihre Energieversorgung zukunftsfähig zu machen und zielgerichtet die Emissionsquellen in den Blick zu nehmen und zu bewerten“, so Dr. Bunk. „Wir bringen unser spezielles Know-how und unsere jahrzehntelangen Erfahrungen in diesem Bereich ein, um den gesamten Prozess für die Unternehmen so einfach wie möglich zu machen und sorgen auch für eine sichere und nachvollziehbare Dokumentation.

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