gesponsertOEE-Optimierung durch smarte Datenerfassung Wenn Sekunden über Effizienz entscheiden: Kurzstillstände als versteckter Kostenfaktor

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Kurze Unterbrechungen von wenigen Sekunden? Kein Problem, denken viele Produktionsleiter. Doch diese Microstops summieren sich schnell zu 20 Prozent Produktionsverlust. Wie moderne Datenerfassung das versteckte Potenzial aufdeckt.

Mit moderner Produktionssoftware wie FASTEC 4 PRO lassen sich Kurzstillstände automatisiert und präzise erfassen.(Bild:  ©industrieblick - stock.adobe.com)
Mit moderner Produktionssoftware wie FASTEC 4 PRO lassen sich Kurzstillstände automatisiert und präzise erfassen.
(Bild: ©industrieblick - stock.adobe.com)

In der Pharmaproduktion laufen viele Prozesse hochautomatisiert und in eng getakteten Produktionslinien ab. Jede Sekunde zählt – und dennoch bleiben zahlreiche kleine Störungen im Verborgenen. Sie sind meist so kurz, dass sie nicht systematisch dokumentiert oder wahrgenommen werden, haben aber durch ihre Häufigkeit eine enorme Wirkung auf die Overall Equipment Effectiveness (OEE). Diese Kurzstillstände oder Microstops sind das „versteckte Leck" in der Produktionsperformance.

Das Problem: Kleine Störungen, große Wirkung

Viele pharmazeutische Unternehmen erfassen ihre Produktionsdaten entweder gar nicht oder nur unvollständig. Häufig werden lediglich größere Störungen oder geplante Stillstände systematisch dokumentiert. Kurze, wiederkehrende Unterbrechungen – beispielsweise durch Materialnachschub, Bedienfehler oder Sensorfehlauslösungen – bleiben unter dem Radar.

Dabei entstehen diese Microstops alltäglich: Ein Faltkarton verklemmt kurz in der Abfüllanlage, ein Etikettierer stoppt für wenige Sekunden bei der Etikettenerkennung, oder die Zuführung von Blisterverpackungen stockt momentan. Einzeln betrachtet scheinen diese 10-30 Sekunden-Stopps vernachlässigbar, doch in der Summe können sie bis zu 20 Prozent der Produktionszeit ausmachen – mit erheblichen Effizienzverlusten als Folge.

Die Erfassungslücke schließen

Für Mitarbeitende bedeutet es enormen Pflegeaufwand, wenn sie auch jede einzelne, kleinere Unterbrechung dokumentieren müssen. Werden die kleinen Stillstände jedoch nicht begründet, landen sie als „unbegründete Unterbrechungen" in einem großen Sammelpool – und damit außerhalb jeder systematischen Optimierung.

Hier setzt moderne Produktionssoftware wie FASTEC 4 PRO an: Durch vollautomatische Datenerfassung direkt über Maschinensignale werden Kurzstillstände präzise erfasst, ohne Mehraufwand für das Personal. Ein festgelegter Zeitrahmen definiert, ab wann Stillstände automatisch als „Microstop" kategorisiert werden. So entsteht erstmals ein vollständiges Bild der Produktionsrealität.

Modulare Produktionssoftware als Datendrehscheibe

FASTEC 4 PRO fungiert als zentrale Datendrehscheibe in der Produktion. Zusätzlich zum Basismodul stehen Module für Maschinendatenerfassung, Betriebsdatenerfassung, Produktionsplanung, Traceability, Qualitätssicherung und Instandhaltung zur Verfügung. Durch die gemeinsame Datenbasis aller Module entstehen durchgängige Informationsflüsse ohne zusätzliche Schnittstellen. Die flexible Architektur ermöglicht einen schrittweisen Ausbau – von der einfachen Microstop-Erfassung bis zur vollständigen Digitalisierung der Produktionsprozesse.

Praxisbeispiel: Bausch Health schafft Transparenz

Bausch Health stand vor einer typischen Herausforderung der Pharmaindustrie: In mehreren Produktionsstandorten weltweit sollte ein einheitliches System zur Effizienzmessung eingeführt werden. Unterschiedliche ERP-Systeme und heterogene Maschinenparks erschwerten das Vorhaben.

Das Ziel war klar definiert: Produktionsverluste systematisch aufdecken und durch gezielte Maßnahmen reduzieren. Die Lösung umfasste die automatische Erfassung von Betriebsstatus, Liniengeschwindigkeit und Ausschuss an den Abfüll- und Verpackungslinien. Besonders die zuvor unbekannten Leerlaufzeiten konnten so erstmals sichtbar gemacht werden.

Automatische Erfassung zeigt Wirkung

„Dank FASTEC wurden Leerlaufzeiten der Produktion identifiziert, die uns vorher nicht bekannt waren", berichtet Sven Katzky, EMEA Director Operation Excellence bei Bausch Health. Nach jeder Schicht können nun Mitarbeitende gezielt analysieren, wieso die Maschine wiederholt kurz stoppte – und die Ursachen systematisch beheben.

Erst die automatische Erfassung auch kleinerer Stillstände macht Optimierungspotenziale wie häufige Etikettierfehler, wiederkehrende Materialstaus oder Sensorjustierungen sichtbar. Das Ergebnis spricht für sich: eine OEE-Steigerung um 12 Prozent innerhalb von sechs Monaten.

Schneller ROI durch digitale Lösung

Die modulare Produktionssoftware ermöglicht eine schnelle Implementierung ohne aufwändige Qualifizierung. Die vollautomatische Datenerfassung in Echtzeit identifiziert und kategorisiert Störungen, während integrierte Analyse- und Reporting-Funktionen sofort umsetzbare Erkenntnisse liefern. Der Return on Investment erfolgt oft bereits innerhalb von 12 Monaten.

Fazit: Das versteckte Potenzial heben

Die Erfahrung zeigt: Was nicht gemessen wird, kann nicht optimiert werden. Während Produktionsleiter stolz auf ihre vermeintlich hohe Anlageneffizienz blicken, schlummert oft ein enormes Verbesserungspotenzial in den kleinen, unbeachteten Unterbrechungen des Alltags. Die digitale Erfassung von Microstops eröffnet völlig neue Perspektiven auf die eigene Produktion – und deckt Optimierungsmöglichkeiten auf, die zuvor im Verborgenen lagen. Erst der ehrliche Blick auf alle Produktionsereignisse, auch die kleinsten, macht den Weg frei für nachhaltige Effizienzsteigerungen und echte Operational Excellence.

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