Wasserstoff-Einmaleins: Elektrolyse
Wie wird aus Strom Wasserstoff? – So machen Elektrolyseure die Energiewende möglich

Von Dominik Stephan (PROCESS); Helge Toben (dpa) 7 min Lesedauer

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Grüner Wasserstoff macht die Elektrolyse zum zentralen Baustein der Energiewende – Aber warum eigentlich? Was steckt hinter der elektrochemischen Verfahrenstechnik, welche Anlagen gibt es und was können die Elektrolyseur-Generationen der Zukunft? Nicht zuletzt die Kraftwerksstrategie der Bundesregierung setzt auf eine Technologie, die Experten für „weitestgehend ungefährlich“ halten.

Zurzeit werden in Deutschland jährlich rund 55 Terawattstunden Wasserstoff benötigt. Durch Elektrolyse kann H2 hergestellt werden.(Bild:  frei lizenziert /  Pixabay)
Zurzeit werden in Deutschland jährlich rund 55 Terawattstunden Wasserstoff benötigt. Durch Elektrolyse kann H2 hergestellt werden.
(Bild: frei lizenziert / Pixabay)

Grüner, also klimaneutral mittels regenerativer Energie erzeugter, Wasserstoff soll im künftigen Wirtschaftssystem eine zentrale Rolle spielen: Ob das Gas als Brennstoff in Gaskraftwerken Strom erzeugen soll, wenn Sonne und Wind nicht zur Verfügung stehen oder im Stahlwerk perspektivisch die Kokskohle ersetzen: Mit Wasserstoff stünde ein universeller Rohstoff und Energieträger für nahezu alle Industrien von der Grundstoffchemie bis zur Energiewirtschaft zur Verfügung. Gegenüber Kohle, Erdgas oder Naphtha hat Wasserstoff einen unschätzbaren Vorteil: Das Gas „verbrennt“ ohne CO2 oder Stickoxide freizusetzen – lediglich Wasserdampf bleibt am Ende zurück.