Lebensmittelverpackungen
Löst PVOH das Problem mit Einweg-Verpackungen?

Von Manja Wühr 3 min Lesedauer

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Die Plastikverpackung einfach über die Papiertonne entsorgen? Kein Problem verspricht ein Hamburger Unternehmen. Es produziert wasserlösliche Kunststofffolien in Lebensmittelqualität.

Tiefgezogene Schale, die z. B. als Einleger für Pralinen genutzt werden kann.(Bild:  camm)
Tiefgezogene Schale, die z. B. als Einleger für Pralinen genutzt werden kann.
(Bild: camm)

Deutsche produzieren jährlich rund 227 Kilo Verpackungsmüll pro Kopf. Im Durchschnitt landen in der EU rund 178,1 Kilogramm Verpackungsmaterial pro Kopf im Müll. Dabei entfallen 40,6 Prozent auf Pappe und Papier, die in Deutschland nahezu komplett recycelt werden. Die 19,4 Prozent Plastikmüll hingegen schneiden beim Recycling deutlich schlechter ab. Lebensmittelhersteller suchen schon seit Jahren nach nachhaltigen Kunststoffen für ihre Einwegverpackungen. Ein wasserlösliches und vollständig biologisch abbaubares synthetisches Polymer, das bisher vor allem als löslicher Wasch- oder Spülmittel-Pod bekannt ist, verspricht die Lösung: Polyvinylalkohol (PVOH).

PVOH ist ein synthetisches Polymer. Es basiert auf einer Polymerisation und anschließenden Hydrolyse von Vinylacetat, das auf einer früheren Reaktion von Ethylengas und Essigsäure basiert. Camm Solutions ist nun die großvolumige Produktion des nachhaltigen Polymers gelungen.