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Haftungsfragen bei Explosionsereignissen Was passiert nach dem Knall? – Rechtliche Fragen und Mediation

Redakteur: Wolfgang Geisler

Albtraum eines jeden Anlagenbetreibers: Es hat eine Explosion gegeben. Selbst wenn es keinen Personenschaden gab, ist die Situation "brenzlig". Was kann dann alles passieren? Darauf geht Dr.-Ing. Frank Hamelmann in seiner Präsentation beim 1. Explosionsschutz-Forum am 13. November in Würzburg ein.

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Dr.-Ing. Frank Hamelmann ist Geschäftsführer der ProTectum-Prüftec
Dr.-Ing. Frank Hamelmann ist Geschäftsführer der ProTectum-Prüftec
(Bild: Hamelmann/Protectum)

Neben den Schwierigkeiten, die eine Explosion nach sich zieht in Bezug auf Lieferengpässe und vertragliche Strafen, ruft ein solches Ereignis auch immer öffentliches Interesse hervor. Zumeist rücken dann auch rechtliche Fragen in den Mittelpunkt der Betrachtung des Anlagenbetreibers. Außerdem kann man nach Frank Hamelmanns Erfahrung, die er beim 1. Ex-Schutz-Forum (Programm: hier) am 13. November in Würzburg präsentieren wird, davon ausgehen, dass bei den zuständigen Versicherungen erst nach der Erstellung aufwendiger und langwieriger Gutachten eine Entscheidung getroffen wird, inwieweit Schäden und Produktionsausfälle erstattet werden. Dieses Verfahren kann erhebliche finanzielle Risiken für betroffene Produktionsstätten/Betriebe nach sich ziehen.

Gerade bei Personen- und Umweltschäden stellen sich juristische Fragen nach der Verantwortung der Betreiber und ihrer Erfüllungsgehilfen. Neben technischen Fragen, inwieweit eine Anlage dem Stand der Technik entspricht, richtet sich das Interesse auf die betriebliche Organisation. Neben den Forderungen aus dem Arbeitsschutzgesetz und der BetrSichV sind die stofflich bedingten Belange, z.B. aus der GefStoffV zu berücksichtigen. Besondere Betreiberverantwortung ergibt sich hierbei auch aus dem BImSchG, wo zum Schutz der Umwelt eindeutige Aufgaben mit dem Betreiben von Anlagen verknüpft sind. Werden hier Abweichungen zu gesetzlichen Anforderungen festgestellt, rückt für die Verantwortlichen der finanzielle Schaden häufig in den Hintergrund.

Viele der Rechtstreitigkeiten finden heutzutage zwischen Versicherungen und beklagten Personen, beispielsweise Anlagen-Betreibern oder -Herstellern statt. Unabhängig hiervon sind die juristischen Folgen für Verursacher von Umwelt-, und Personenschäden deutlich bedrohlicher, da dies häufig einhergeht mit einer persönlichen Haftung, auch mit dem privaten Vermögen.

Wie Frank Hamelmann beim 1. Explosionsschutz-Forum am 13. November auf der Festung Marienberg in Würzburg ausführen wird, ist für die Beherrschung einer solchen Krise an dieser Stelle fachlich kompetenter Rat nicht nur von anwaltlicher Seite, sondern auch für die fachliche Unterstützung auf Sachverständigenebene gefragt. Wer hier über kein gut funktionierendes Team aus Anwalt und Sachverständigen verfügt, wird schnell in schwieriges Fahrwasser geraten.

Wenn Sie mehr über dieses Thema erfahren und mit Frank Hamelmann und weiteren Fachleuten über diese Problematik diskutieren wollen, finden Sie hier detaillierte Informationen zur Teilnahme.

Explosionsschutz-Forum als Teil der Förderprozess-Foren 2013

Neben dem Explosionsschutz-Forum bieten wir Ihnen im Rahmen der Förderprozess-Foren am 12. und 13 Oktober eine interessante Ausstellung zu verschiedenen Bereichen der Prozessindustrie, sowie die Möglichkeit, für Sie interessante Themen auf dem 11. Pumpen-, dem 7. Schüttgut- oder dem 1. MSR-Forum zu erkunden. Hier treffen sich diejenigen, die Schüttgüter fördern, lagern und verarbeiten, und dabei muss natürlich auch gemessen, gesteuert und geregelt werden. Der Besuch dieser Veranstaltungen ist allen Teilnehmern offen gestellt.

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