Messsystem

Wartung leicht gemacht mit automatisiertem pH-Messsystem

Seite: 2/3

Firmen zum Thema

Weg mit dem Belag

Auf den pH-Sensoren bildet sich häufig ein Belag, weshalb Anwender die Messgeräte häufig reinigen müssen. Zudem verkürzt die aggressive Waschlösung die Standzeiten der Elektroden. Diese Probleme soll eine automatisierte pH-Messstelle von Knick lösen, die vor allem den Wartungsaufwand deutlich verringert. Das Herzstück des Systems ist die Sensorschleuse Ceramat WA 150, die den Sensor eigenständig reinigt und kalibriert. Um die Elektroden zu schonen und die Standzeiten zu verlängern, kann der Messfühler in der Spülkammer der Sensorschleuse bleiben und zur Messung nur kurzzeitig, z.B. jede Minute für zehn Sekunden, in das Prozessmedium eingefahren werden.

Die Sonde ist dabei besonders wartungsfreundlich: Sensoren und pneumatischer Antrieb lassen sich unter vollem Prozessdruck vor Ort austauschen. Alle relevanten Dichtungen und die Spülkammer sind ohne Spezialwerkzeug zugänglich. Die Sensorschleuse hat sich bereits in schwierigen Prozessen bewährt, in denen standardmäßige O-Ring-Abdichtungen versagen. Sie besteht aus einer praktisch unzerstörbaren, drehenden Keramik und einem korrosionsbeständigen, carbonverstärkten, nicht bewegten (PEEK-)Kunststoffgehäuse. Mit geläppten und polierten Dichtflächen erreicht das System eine konstante Dichtigkeit. Dank der Härte der Keramik verschleißen die planen Dichtflächen selbst in abrasiven Medien nicht.

Bildergalerie
Bildergalerie mit 7 Bildern

Richtig gesteuert

Als Antrieb zum Ein- und Ausfahren des Sensors dient die elektropneumatische Steuerung Unical 9000. Sie steuert die Pumpen für die Puffer- und Reinigungslösungen, überwacht den Vorrat dieser Lösungen und löst gegebenenfalls Alarm aus. Die Kalibrierung der Messkette erfolgt vollautomatisch mit einem vorgegebenen oder anlagenspezifischen Programmablauf. Auch dadurch gelingt es Anwendern, den Wartungsaufwand zu senken.

Die Steuerung verfügt außerdem über ein zuverlässiges Pumpensystem mit drei separaten Pumpen für Puffer-, Reinigungs- und Spülflüssigkeit. Damit werden die Verschleppung von Medien – insbesondere auch von Pufferlösungen – und das sonst erforderliche, aufwändige Freispülen der Leitungen vermieden. Nicht zuletzt garantiert dies eine höhere Genauigkeit der Messung und einen sparsamen Umgang mit den Medien. Für zusätzliche Betriebssicherheit sorgen die integrierten Reedkontakte zur berührungslosen Endlagenerkennung.

Alle Daten auf einem Blick

Protos 3400 versorgt die Steuerung nicht nur mit Hilfsenergie, das Analysenmessgerät stellt auch alle Prozessdaten auf einem Monitor dar. Eine Profibus-Schnittstelle ermöglicht die digitale Anbindung an die Leittechnik. Das Messgerät verfügt über drei Steckplätze für die verschiedenen Mess- und Zusatzmodule; in der hier beschriebenen Anwendung verwaltet das Gerät zentral die Daten zweier pH-Messstellen. Mit Hilfe einer Smart Media Card können bis zu fünf Parametersätze gespeichert werden. Die Kapazität des integrierten Messwertrecorders und des Logbuchs lassen sich über Speicherkarten erweitern.

(ID:36426230)