Entsprechend verhalten war die Reaktion der Softwarehersteller: ein vielversprechender Ansatz, aber extrem komplex, zum Teil nicht ausreichend definiert, es gibt einfachere Methoden, hoher Programmieraufwand, hieß es – Begeisterung sieht anders aus. Und wenn auch fast alle Bereitschaft signalisierten, die ISO-Norm in ihre Produktentwicklung einzubinden, blieb der vorherrschende Tenor ein klares ja aber, mit dem eindeutigen Appell an die Betreiber, ihre Marktmacht zu nutzen und Definitionen zu formulieren.
Zwischen den Polen totale Zustimmung und weitestgehende Ablehnung: Bentley und Intergraph. Bentley schreibt sich die ISO 15926 schon seit Jahren auf ihre Fahnen, während Intergraph „Integrationswege beschreitet, die nicht auf der ISO 15926 beruhen“. Irgendwo mittendrin: Siemens, Aveva und Autodesk – alle drei quasi in den Startlöchern, die Entwicklung zu puschen, sobald die Betreiber sich einig sind.
Nächste Schritte
Die Initiatoren hätten einen pragmatischen Ansatz gewählt, sagte Dr. Lars von Wedel PT-PD-Engineering Software bei Bayer Technology Services, im Fazit, von dem sei man aber überzeugt und man müsse klein anfangen, auch mit den Teilnehmerzahlen. Zurzeit sei man im Status Laborexperiment, es folge die Pilotanlage. In der nächsten Fallstudie soll es dann um Topologien gehen – weitere CAE-Provider sind willkommen.