Pyrogene Kieselsäure Wacker schließt Kieselsäure-Produktion in Kempten

Redakteur: Marion Henig

Wacker Chemie konsolidiert im Rahmen der bereits angekündigten Strukturmaßnahmen im Geschäftsbereich Wacker Silicones die Produktion von pyrogenen Kieselsäuren und plant, den Produktionsstandort Kempten im Laufe des Jahres 2011 zu schließen.

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Wacker produziert pyrogene Kieselsäure unter der Markenbezeichnung HDK. Das hochreine, amorphe Siliciumdioxid in Pulverform wird als Füllstoff in Siliconelastomeren, als Mittel zur Einstellung der Viskosität in Beschichtungen, Druckfarben, Klebstoffen, UP-Harzen und Plastisolen oder als Rieselhilfe eingesetzt, etwa in der Kosmetik-, Pharma- oder Lebensmittelindustrie. (Bild: Wacker)
Wacker produziert pyrogene Kieselsäure unter der Markenbezeichnung HDK. Das hochreine, amorphe Siliciumdioxid in Pulverform wird als Füllstoff in Siliconelastomeren, als Mittel zur Einstellung der Viskosität in Beschichtungen, Druckfarben, Klebstoffen, UP-Harzen und Plastisolen oder als Rieselhilfe eingesetzt, etwa in der Kosmetik-, Pharma- oder Lebensmittelindustrie. (Bild: Wacker)

München, Kempten – Wacker will die Produktionsvolumina des Standortes Kempten auf seine bestehenden Großanlagen in Burghausen und Nünchritz übertragen und dort auf diese Weise die Auslastung optimieren. Im Zusammenhang mit der beabsichtigten Werksschließung nimmt der Chemiekonzern laut Pressemeldung eine ergebniswirksame Wertminderung im Anlagevermögen von rund 3,5 Millionen Euro vor und hat darüber hinaus eine Rückstellung in Höhe von 5,5 Millionen Euro gebildet.

Betriebsbedingte Kündigungen vermeiden

Wacker beschäftigt am Standort Kempten derzeit rund 50 Mitarbeiter. „Unser Ziel ist es, die Schließung des Werks Kempten ohne betriebsbedingte Kündigungen umzusetzen, und ich sehe gute Chancen dafür, dass uns dies auch gelingt“, sagte Wacker-Personalvorstand Dr. Wilhelm Sittenthaler. So sei unter anderem geplant, den Mitarbeitern Arbeitsplätze an den Standorten Burghausen und Nünchritz anzubieten. „Speziell durch den Ausbau unseres Polysilicium-Geschäfts haben wir dort in den kommenden Jahren weiteren Personalbedarf. Hier werden wir selbstverständlich unsere bestehende Belegschaft vorrangig berücksichtigen“, betonte Sittenthaler.

(ID:20091370)