Impfstoff-Herstellung Wacker eröffnet mRNA-Kompetenzzentrum in Halle an der Saale

Quelle: Wacker Chemie 2 min Lesedauer

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An seinem Biotech-Standort in Halle (Saale) hat Wacker ein mRNA-Kompetenzzentrum eröffnet. Die neue Einrichtung kann in großem Maßstab Wirkstoffe auf Basis von Messenger-Ribonukleinsäure (mRNA) herstellen, wie etwa mRNA-Impfstoffe gegen das Coronavirus.

In großen Stahltanks lagern Lipide, mit denen der mRNA-Wirkstoff formuliert wird.(Bild:  Steffen Wirtgen/ Wacker Chemie)
In großen Stahltanks lagern Lipide, mit denen der mRNA-Wirkstoff formuliert wird.
(Bild: Steffen Wirtgen/ Wacker Chemie)

Mit rund 300 Gästen aus Politik und Wirtschaft sowie Mitarbeitenden feierte Wacker am 03. Juni die Eröffnung seines neuen mRNA-Kompetenzzentrums, ein bedeutendes Zukunftsprojekt für den Konzern. Über 100 Millionen Euro hat der Konzern dafür investiert. Mit dem Ausbau des Standorts in Halle zum mRNA-Kompetenzzentrum kann das Unternehmen künftig in großem Maßstab mRNA-Wirkstoffe herstellen. Mit vier neuen Produktionslinien haben sich die Kapazitäten am Standort mehr als verdreifacht. Ein Teil davon steht der Bundesregierung im Rahmen der Pandemiebereitschaft zur Verfügung. Die übrigen Produktionskapazitäten stehen für andere Kunden bereit. Erste Verträge sind hier bereits unterzeichnet.

Zur Eröffnung des mRNA-Kompetenzzentrums waren unter anderem Sachsen-Anhalts Wirtschaftsminister Sven Schulze, Wissenschaftsminister Armin Willingmann sowie Staatsminister Carsten Schneider MdB, Beauftragter der Bundesregierung für Ostdeutschland, gekommen.

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Aufgrund der Erfahrungen mit der anfänglichen Impfstoffknappheit in der Corona-Pandemie hat die Bundesregierung die Impfstoffproduktion und -versorgung für die Zukunft abgesichert. Unternehmen konnten sich für Pandemiebereitschaftsverträge mit der Bundesregierung bewerben. Wacker und Corden Pharma hatten als Bietergemeinschaft für die Produktionsbereitschaft von Impfstoffen auf mRNA-Basis neben anderen Unternehmen den Zuschlag erhalten. Im Falle einer neuen Pandemie sollen Wacker und CordenPharma innerhalb kürzester Zeit 80 Millionen Impfstoff-Dosen pro Jahr herstellen. Für das Bereithalten der entsprechenden Produktionskapazitäten und -Expertise erhalten sie ein jährliches Bereitschaftsentgelt. Die Bereitschaftsphase läuft für mindestens fünf Jahre.

Tritt ein Bedarfsfall ein, stellt die Bundesregierung den Kontakt zu dem Unternehmen her, das den jeweiligen mRNA-Impfstoff, der produziert werden soll, entwickelt hat. Wacker und CordenPharma übernehmen dann gemeinsam die Produktion des mRNA-Impfstoffes nach höchsten Pharma-Qualitätsstandards. Dabei erfolgt ein Großteil der Produktionsschritte in Deutschland.

Für Wacker ist die Biotechnologie ein strategischer Wachstumsbereich. Im Jahr 2030 soll der Geschäftsbereich Wacker Biosolutions rund eine Milliarde Euro zum Konzernumsatz beitragen. Der Ausbau des Standorts Halle zum Kompetenzzentrum für mRNA-Wirkstoffe unterstützt diese Strategie. Als nächster Meilenstein soll noch in diesem Jahr in München ein neues Biotechnology Center den Betrieb aufnehmen.

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