Polysilizium Wacker errichtet neue Produktionsanlage für granulares Solar-Silizium in Burghausen
Nach zweieinhalb Jahren Pilotbetrieb stellt das Münchner Chemieunternehmen Wacker erstmals im kommerziellen Maßstab granulares Polysilizium für die Solarindustrie her und setzt hierfür ein neues Produktionsverfahren ein.
Anbieter zum Thema
Burghausen – Wacker will am Standort Burghausen für 40 Millionen Euro eine neue Anlage zur Herstellung von granularem Polysilizium für die Solarindustrie errichten. Die neue Produktion mit einer Nennkapazität von 650 Jahrestonnen soll bereits Ende 2008 den Betrieb aufnehmen. Sie arbeitet nach dem so genannten Wirbelschichtverfahren und erzeugt aus Trichlorsilan granulares Solarsilizium. Granulares Silizium ergänzt das bestehende Produktportfolio von Wacker für die Photovoltaik-Industrie.
„Tests unserer Kunden haben ergeben, dass sich granulares Silizium bei der Herstellung von Solarwafern, dem Basismaterial für Solarzellen, speziell in kontinuierlichen Kristallisationsprozessen deutlich effizienter verarbeiten lässt als die sonst üblichen Polysilizium-Stücke. Der im Vergleich zum herkömmlichen Abscheideverfahren geringere Energieverbrauch wirkt sich zudem positiv auf die Energiebilanz von Solarzellen aus. Ein weiterer Vorteil unseres neuen Verfahrens liegt in der hohen Ausbeute, die sich mit Trichlorsilan als Einsatzstoff erzielen lässt“, erklärte Ewald Schindlbeck, Leiter des Wacker-Geschäftsbereichs für Polysilizium.
(ID:218242)