Kurzarbeit bei Wacker Wacker bereitet Kurzarbeit in Deutschland vor

Redakteur: Frank Jablonski

Der Wacker-Geschäftsbereich Siltronic (Halbleitergeschäft) bereitet derzeit Kurzarbeit für die deutschen Standorte vor und hat hierzu bereits eine Betriebsvereinbarung abgeschlossen.

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Wie die Münchener Nachrichtenagentur ddp meldet, schickt nach der BASF nun auch der Münchener Chemiekonzern Wacker Chemie einen Teil seiner Mitarbeiter in Kurzarbeit. Momentan würden bereits einige Anlagen mit gedrosselter Produktion betrieben und die Kurzarbeit an den deutschen Standorten werde vorbereitet, sagte ein Unternehmenssprecher am Dienstag. Am Montag hatte bereits BASF vor dem Hintergrund der Wirtschaftskrise Kurzarbeit an deutschen Standorten angekündigt.

Im Halbleitergeschäft (Siltronic) wird noch im Januar mit der Reduzierung der Arbeit gerechnet. Um wie viele Mitarbeiter es sich handelt, ist momentan nicht bekannt. In den Chemiebereichen verhandele die Unternehmensleitung derzeit noch mit dem Betriebsrat über eine entsprechende Betriebsvereinbarung, sagte der Sprecher. Hier gebe es noch keinen unterschriebenen Vertrag.

Größter Produktionsstandort der Wacker Chemie in Deutschland ist das bayerische Burghausen mit 10 000 Beschäftigten und 150 Produktionsbetrieben. Hier ist schon vor dem Jahreswechsel die Produktion von Siloxan (Vorprodukt für die Silikonherstellung) gedrosselt worden. Mit reduzierter Kapazität wird der Meldung zufolge gegenwärtig auch die Produktion am Standort im sächsischen Nünchritz gefahren. Dort arbeiten derzeit rund 930 Mitarbeiter.

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