Ceresana-Studie Bio-basierte Klebstoffe auf dem Weg in den Massenmarkt

Quelle: Ceresana 2 min Lesedauer

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Bio-basierte Alternativen zu petrochemischen Klebemitteln gewinnen weltweit an Bedeutung – getrieben von Nachhaltigkeit, Innovation und wachsender Nachfrage in Schlüsselbranchen wie Bau, Verpackung und Holzverarbeitung.

Laut einer neuen Marktstudie von Ceresana wird der weltweite Umsatz mit bio-basierten Klebstoffen bis 2034 auf rund 4,2 Milliarden Euro steigen.(Bild:  Ceresana)
Laut einer neuen Marktstudie von Ceresana wird der weltweite Umsatz mit bio-basierten Klebstoffen bis 2034 auf rund 4,2 Milliarden Euro steigen.
(Bild: Ceresana)

Zucker, Stärke oder Soja: mehr als 15 % aller Klebstoffe werden bereits aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt. Im Zeichen von Bio-Ökonomie und Kreislaufwirtschaft nimmt auch bei Klebe-Produkten der Anteil pflanzlicher und tierischer Ausgangsmaterialien ständig weiter zu. Der neuste Ceresana-Report zum Weltmarkt für bio-basierte Klebstoffe prognostiziert, dass der Umsatz von „grünen“ Klebern bis zum Jahr 2034 auf rund 4,2 Milliarden Euro ansteigen wird. Um den ökologischen Fußabdruck und die Abhängigkeit von Erdöl und Erdgas zu verringern, werden auch konventionellen Klebern aus petrochemischen Kunststoffen zunehmend bio-basierte Anteile beigemischt. Besonders im Bausektor, der Papier- und Verpackungsbranche sowie der Holzverarbeitungsindustrie wächst die Nachfrage nach umweltfreundlichen und leistungsfähigen Klebstoffen.

Sprießendes Innovationsfeld Bio-Kleber

Klebstoffe aus biogenen Rohstoffen sind längst nicht mehr auf traditionelle Spezialanwendungen beschränkt, etwa Stärke-Kleber für Flaschenetiketten und Wellpappe-Verpackungen, Methylzellulose in Tapetenkleister oder Kollagen für Musikinstrumente. Zunehmend erfüllen Bio-Kleber mit Hilfe von Additiven und Copolymeren auch anspruchsvolle Standards für industrielle Hochleistungsprodukte, zum Beispiel für Hotmelt-Klebstoffe, Konstruktionskleber oder thermoplastische Klebefilme für Leichtbau-Verbundwerkstoffe. Getrieben wird die dynamische Forschung und Entwicklung von der Suche nach ungiftigen, lösungsmittelfreien, emissionsarmen und recycelbaren Klebstoffen. Im Idealfall sind bio-basierte Produkte am Ende ihres Lebenszyklus sogar biologisch abbaubar und erfüllen beispielsweise die Norm ISO 17088 für kompostierbare Kunststoffe. Ein weiterer Vorteil ist die mögliche Verwertung von bislang ungenutzten Abfällen und preiswerten Nebenprodukten, etwa von Lignin aus der Papierindustrie, von Keratin aus Hühnerfedern oder von Plattformchemikalien, die bei der Herstellung von Biokraftstoffen aus Biomasse anfallen.

Klebstoffe für Verpackungen und Bauprodukte

Weltweit werden heute pro Jahr mehr als 13 Millionen Tonnen Klebstoffe verbraucht. Die meisten davon sind nach wie vor Klebemittel aus fossilen Rohstoffen. Der Absatz von bio-basierten Klebstoffen nimmt aber deutlich zu: Ceresana erwartet dafür in den kommenden Jahren Zuwächse von jährlich über 4,8 % in Asien, Afrika und dem Mittleren Osten sowie knapp über 3 % in Westeuropa und Nordamerika. Die größten Einzelmärkte sind dabei die Anwendungsgebiete Papier und Verpackungen, Bauindustrie und Holzverarbeitung, etwa Sperrholzplatten oder Möbel. Allein auf Papiertüten und andere Verpackungen entfällt aktuell fast ein Drittel des Umsatzes, der weltweit mit bio-basierten Klebstoffen erzielt wird. In der Verpackungsindustrie bietet sich eine Kombination mit PLA oder anderen Biokunststoffen an; im Baubereich passen Bio-Kleber gut zu bio-basierten Farben und Dämmstoffen. Zusätzlich zu Marktdaten und Prognosen enthält die neue Studie von Ceresana auch Hintergrundinformationen zur allgemeinen Wirtschaftslage und zur Situation der Bauindustrie in den einzelnen Ländern.

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