Gummiherstellung Vulkanisation ohne Zinkoxid
Die Idee, mit LDHs ein neues Vulkanisationsmittel für Gummi zu entwickeln, verdankt ihre Entstehung der Zusammenarbeit von Forschern aus mehreren international besetzten Arbeitsgruppen im Verantwortungsbereich von Prof. Dr. Gert Heinrich vom Leibniz-Institut für Polymerforschung Dresden (IPF).
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Für die Gummiherstellung gilt Zinkoxid als unersetzliches Vulkanisationsmittel. Die Arbeiten der Forschergruppen vom IPF zeigen, dass das umweltbelastende Zinkoxid durch zinkhaltige Hydrotalkite, so genannte LDH (layered double hydroxides), ersetzt werden kann. Damit reduziert sich der für die Vernetzung benötigte Zinkanteil auf ein Zehntel der bisherigen Menge von jährlich rund 500 000 Tonnen.
Außerdem wirken LDH im Gummi gleichzeitig als Verstärkung und verbessern somit die Festigkeit des Materials. Weiterer Vorteil: Es kann transparentes Gummimaterial hergestellt werden. Neben diesen neuen Materialeigenschaften ist es für eine industrielle Anwendung von großer Bedeutung, dass das neue Vulkanisationsmittel in die bisher genutzten Technologien integriert werden kann.
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