gesponsertPulverformulierung und Tablettierung Vom Maschinenbauer zum Prozesspartner: Fette Compactings neue Erfolgsformel

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Prozessexzellenz – damit punktet Fette Compacting am Markt schon lange. Nun erfindet sich der Marktführer für Tablettenpressen neu und präsentiert sich der Pharma-, Lebensmittel und Chemiebranche als Prozesspartner für die Pulverformulierung und Tablettierung. Warum das für den Maschinenbauer der Weg in die Zukunft ist.

Die Direktverpressungslinie FE CPS ist ein Ergebnis des partnerschaftlichen Entwicklungsansatzes. (Bild:  Laura Pashkevich - adobe.stock.com; Fette Compacting)
Die Direktverpressungslinie FE CPS ist ein Ergebnis des partnerschaftlichen Entwicklungsansatzes.
(Bild: Laura Pashkevich - adobe.stock.com; Fette Compacting)

Fette Compacting geht neue Wege und positioniert sich als Prozess- und Entwicklungspartner der Pharma- und Nutritionindustrie. Wie sieht die Strategie dahinter aus und wie weit ist der Maschinenbauer inzwischen?

Zur Beantwortung dieser Fragen haben sich CEO Joachim Dittrich, Dr. Marten Klukkert, VP Customer Development Center und Dr. Martin Schöler, VP Technology im Raum Nanjing zum Gespräch eingefunden.

Der Name des Besprechungsraums steht für die größte Tochter des Unternehmens. Seit zwanzig Jahren betreibt Fette Compacting dort einen Produktionsstandort. 2018 wurde die Produktionskapazität für Tablettenpressen im chinesischen Werk verdoppelt, um asiatische und preissensitive Märkte kundennah zu versorgen. Insofern ist Nanjing ein Symbol für die Local-for-local-Strategie des Spezialisten aus dem hohen Norden, der sich seit seiner Gründung vor über 75 Jahren auf Hochleistungsmaschinen für die Pharma-, Nahrungsmittel- und Chemiebranche spezialisiert hat. 13 Standorte weltweit betreibt der Pharmaspezialist und beschäftigt mehr als 1000 Mitarbeitende.

von links: CEO Joachim Dittrich mit Dr. Marten Klukkert, VP Customer Developement Center und Dr. Martin Schöler, VP Technology im Gespräch(Bild:  Fette Compacting)
von links: CEO Joachim Dittrich mit Dr. Marten Klukkert, VP Customer Developement Center und Dr. Martin Schöler, VP Technology im Gespräch
(Bild: Fette Compacting)

Aber zurück nach Schwarzenbek. Das Trio präsentiert sich in aufgeräumter Stimmung. Gerade habe der Aufsichtsrat grünes Licht für weitere Investitionen an den Standorten gegeben, berichtet der CEO – ein Signal, dass man beste Rahmenbedingungen für die weitere strategische Entwicklung, Innovationen und den Kulturwandel schaffen will – alles mittlerweile in vollem Gang.

Wie erzeugt man Begeisterung?

Joachim Dittrich, CEO (Bild:  Fette Compacting)
Joachim Dittrich, CEO
(Bild: Fette Compacting)

„Unsere kulturelle Reise haben wir für das gesamte Unternehmen definiert und sind vor gut einem Jahr gestartet. Sie bildet einen zentralen Teil unserer Philosophie „Together for Quality of Life“, betont Dittrich und ergänzt: „Es geht um Werte wie Wertschätzung, Leidenschaft, Integrität, den Umgang mit dem Kunden aber auch um Zukunftsfreude. Diese Werte bilden unser Fundament und sind zugleich Antrieb für unseren Unternehmenszweck „Together for Quality of Life.“ Anders als oft üblich ist das kein Top-Down-Projekt der Führungsetage sondern wurde mit allen Mitarbeitenden weltweit erarbeitet.

Jeder und jede, gleich ob in Indien, China, USA oder Schleswig-Holstein, solle „das gleiche in sich tragen“ und die gleichen Antworten geben können, betont Dittrich. Die Begeisterung über die eingeschlagene Richtung sei bei allen Kolleginnen und Kollegen spürbar, berichtet der CEO. Das bestärkt sein Team und ihn, die begonnene Reise weiter fortzusetzen. Für Fette Compacting geht es dabei um weit mehr als um ein schönes Motto auf der Unternehmenshomepage, das neben den Red-Dot-Award-prämierten Tablettenpressen prangt. Dittrich und sein Team agieren aus einer lange gereiften Erkenntnis heraus. Es reicht für einen Pharmazulieferer schon lange nicht mehr, einfach nur jedes Jahr eine neue Maschine zu entwickeln und hier und dort ein paar nette Features einzubauen.

Mit der Marktentwicklung Schritt halten

Warum das so ist, zeigt der Blick in den Pharmamarkt. Hier passiert gerade so viel, wie die letzten Jahrzehnte nicht. Personalisierte Medizin, neue Therapieoptionen, künstliche Intelligenz, Standardisierungsaktivitäten in den Großkonzernen einerseits, höhere Produktionsflexibilität andererseits, internationaler Wettbewerb und über allem schwebt der gnadenlose Zeitdruck schneller als der Wettbewerb zu sein – der Kampf um die Marktanteile für die neuen „Abnehmspritzen“ liefert hier gerade ein anschauliches Beispiel.

Das Streben nach Nachhaltigkeit ist fester Bestandteil unserer Strategie und gehört originär zu unserer Unternehmensphilosophie ‚Together for Quality of Life‘.

Joachim Dittrich, CEO

Wer in dieser Gemengelage als Zulieferer nicht Schritt hält, verliert erst den Kontakt zum Pharmakunden, dann Marktanteile und am Ende gar die in langen Jahren erkämpfte Marktführerschaft. So weit will man es in Schwarzenbek nicht kommen lassen. „Wir entwickeln uns für unsere Kunden zu einem Prozesspartner für die Pulverformulierung und Tablettierung weiter,“ erklärt Dittrich. Und das spiegele sich in vielen Themen wieder z.B. Nachhaltigkeit und „der Beitrag den Fette Compacting für die Gesundheit von Patienten leisten kann.“

Im Mittelpunkt steht dabei die Kundenorientierung und das Angebot als ganzheitlicher Entwicklungspartner Prozessentwicklung, Dokumentation und Validierung zu begleiten und zwar von Anfang an: Gerade bei Neuentwicklungen sei die frühe Zusammenarbeit zwischen Produzent und Maschinenhersteller wichtig, um schnell am Markt zu sein.

„Wir glauben, dass wir durch enge Kooperation mit unseren Kunden eine Brücke zwischen deren Entwicklungs- und Produktionsabteilungen schlagen und damit Entwicklungszeiten beschleunigen und sowie Materialverfügbarkeiten verbessern können,“ sagt der CEO.

Mit Sachverstand eine Lücke schließen

Dr. Marten Klukkert, VP Customer Development Center(Bild:  Fette Compacting)
Dr. Marten Klukkert, VP Customer Development Center
(Bild: Fette Compacting)

Hier hat das Team um Dr. Marten Klukkert eine große Baustelle in der Pharmawelt ausgemacht. Klukkert leitet die weltweit eingerichteten Kundenzentren und ist so nah an den Kunden wie kaum einer. Immer wieder erlebt er die Kluft, die sich zwischen der pharmazeutische Entwicklung und dem Übergang in die Produktion öffnet – dort zu Schnittstellenverlusten, Verständnisproblemen und Zeitverzögerungen führt. Hier will Fette Compacting in die Bresche springen und seine über sieben Jahrzehnte gesammelte Expertise zur Verfügung stellen. Edelstahl-gewordenes Symbol einer solchen Zusammenarbeit ist die 2022 auf dem „What´s Next? - Continuous Manufacturing Circle“ gelaunchte FE CPS.

Das Kürzel CPS steht für Continuous Processing System und ein neues OSD-Konzept das in enger Abstimmung mit Pharmaunternehmen entstanden ist. Ziel ist die Anwendungshürden für die Kontiproduktion zu senken, um noch mehr Pharmakonzerne von den Vorteilen der Technologie zu überzeugen. „Wir sind mit der Ambition gestartet, eine kontinuierliche Lösung zu etablieren, anwendbar für KMUs, die nicht über die Entwicklungsressourcen großer Unternehmen verfügen und ein ganzes Team auf die Implementierung ansetzen können,“ erzählt Klukkert.

Konti kommt, jetzt aber wirklich

Trotz der bekannten Zurückhaltung der Branche neuen Technologien gegenüber, springen inzwischen immer mehr Kunden auf den Konti-Zug auf. Die Versprechen hinter der Technologie: Zuwachs an Flexibilität, Schnelligkeit, Effizienz, Qualität sowie Nachhaltigkeit scheinen zu überzeugen.

Die technologischen Erwartungen übererfüllen sich, unterstreicht Klukkert. Ganz gleich ob es um den Wechsel aus der Granulation in die Direktverpressung oder die Optimierung von Formulierungen geht, wie bei einem OTC-Hersteller, der bereits zwei weitere FE CPS geordert hat.

Mit der FE CPS öffnen wir die Technologie für den gesamten Markt hinsichtlich Einfachheit und Leistungsausbringung.

Dr. Marten Klukkert, VP Customer Development Center

Die Rückmeldungen seien durchweg gut, und da Klukkert von großen pharmazeutischen Kunden und kleineren Generikaherstellern spricht, scheint das mit den KMUs zu klappen. Man sei „zufrieden mit der Projektlage“ und das ist die gute Nachricht. Offenbar ist die Branche doch Willens sich auf Neues einzulassen, denn der Umstieg auf Kontiproduktion stellt die gesamte Supply Chain auf den Kopf. Es gehe für die Pharmaunternehmen nicht nur darum, „eine Maschine gegen eine andere auszutauschen sondern um einen kompletten Paradigmenwechsel in der Produktion.“

Blick auf die Dosierstationen der FE CPS  (Bild:  Fette Compacting)
Blick auf die Dosierstationen der FE CPS
(Bild: Fette Compacting)

Diesen strategischen Weg beschreitet Fette Compacting mit den Kunden gemeinsam, was auf die Unternehmensphilosophie 'Together for Quality of Life' einzahlt und auf der Achema ein wichtiges Thema sein wird. „Wir werden hier das komplette Leistungsangebot rund um den Entwicklungsprozess der Tablette – also die Entwicklung selbst, über Labortests bis hin zur kommerziellen Produktion incl. FE CPS präsentieren,“ erklärt Klukkert.

Die Pharmabranche besinnt sich auf den CO2-Fußabdruck

Auch wenn der Begriff Nachhaltigkeit gelegentlich überstrapaziert wird. Man kommt momentan nicht daran vorbei. Auch Fette Compacting nicht. Selbst hat man gerade erst wieder das silberne Ecovadis-Siegel errungen und sieht sich auf gutem Weg. Ein Umweltmanagementsystem hilft seit 2022 dabei, die eigenen Umwelt- und Klimaziele zu erreichen. Und die Kunden werden immer fordernder. Big Pharma verpflichtet sich den Nachhaltigkeitszielen der UN. Die Forderung nach einem niedrigen CO2-Fußabdruck schlägt deshalb zunehmend in der Zulieferindustrie auf.

Klukkert plädiert dafür, das Thema nicht isoliert nur auf die Maschine bezogen sondern ganzheitlich zu betrachten. So verhindere die Local-for-local-Strategie Emissionen. „Wir können dem Kunden lokale Angebote machen, ohne dass dieser einmal um die Welt fliegen muss.“ Eine wichtige Rolle spielen Material- und – gerade im Forschungsbereich – Pulververbrauch. Je weniger der kostbaren Wirkstoffe im Frühstadium der Entwicklung, wenn die Produktionsmengen noch sehr klein sind verbraucht werden, desto besser ist es.

Für diese produktionsnahe Forschung hat Fette Compacting die Prozessdatenbank Qualified Expert Database (QED) etabliert, die Formulierungs- und Prozesswissen verknüpft. Hierdurch kann bereits durch Materialcharakterisierung im Labor die spätere Produktionsperformance vorhergesagt und Entwicklungszeiten verkürzt sowie der Materialverbrauch gesenkt werden.

Schlanke Produktionsprozesse sind für Klukkert ein weiteres Schlüsselelement der Nachhaltigkeit. Genau diese ermöglicht die bereits erwähnte FE CPS. Während klassische Feuchtgranulierung eine Wirbelschicht nutzt, gelangt man bei der handlichen Kontimaschine mittels Direktverpressung ohne Umwege vom Pulver zur Tablette und spart dadurch Produktionsschritte, die dazu noch besonders viel Energie verschlingen.

Zukunftsfähigkeit im Blick

Dr. Martin Schöler, VP Technology(Bild:  Fette Compacting)
Dr. Martin Schöler, VP Technology
(Bild: Fette Compacting)

In der Entwicklungsabteilung in Schwarzenbek macht sich Dr. Martin Schöler ganz grundsätzlich Gedanken um ein Ressourcen schonendes Design der Tablettenpressen. Das häufig vorgebrachte Argument, die Fette Compacting Maschinen hätten ja nur einen geringen Einfluss auf die gesamte Energieeffizienz der Produktionskette, will er so nicht gelten lassen.

In Zukunft, glaubt er, werde der CO2-Fussabdruck als Differenzierungsmerkmal zunehmend wichtiger werden. „Nachhaltigkeit ist ein Kernelement unserer Entwicklung“, erklärt Schöler. Der Fokus liege auf der energie- und materialeffizienten Produktion mit weniger Medienverbrauch und Emissionen.

Das Thema Nachhaltigkeit ist fest in unserer Entwicklungsarbeit verankert.

Dr. Martin Schöler, VP Technology

Erklärtes Ziel aller momentanen Entwicklungen ist es, weit über die gesetzlichen Anforderungen hinaus zu gehen. Das ist wichtig vor dem Hintergrund, dass die Maschinen aus Schwarzenbek mindestens eine, oft aber auch zwei Generationen in den Betrieben ihre Arbeit verrichten.

Digital von Anfang an

Für CEO Dittrich ist die Diskussion um Effizienz und Nachhaltigkeit auch eine Frage des Selbstverständnisses und damit eng mit der neuen Strategie verknüpft. „Wir wollen Themen vorantreiben und nicht zu den Getriebenen gehören.“ Dazu gehört natürlich der Dauerbrenner Digitalisierung. Für diesen schwebt Dittrich eine ganzheitliche Betrachtung vor und zwar sowohl innerhalb des Unternehmens als auch nach außen in der Wertschöpfungskette des Pharmakunden. „Wir glauben, Digitalisierung ist der Treiber in einem komplett integrierten Unternehmensumfeld,“ erklärt er.

Und hier kommt dann wieder VP Technology Schöler ins Spiel. Sein Job ist es nämlich, derlei Überlegungen in konkrete Entwicklungs,- Maschinen- und Softwarekonzepte zu überführen. „Digitalisierung ist kein Selbstzweck. Bei der singulären Betrachtung geht leicht der Bezug zum Anwender verloren. Wie versuchen deshalb die Datenanwendung, die Maschine und den Prozess zusammen zudenken und das auch schon in den Entwicklungsprozesse zu integrieren,“ sagt Schöler. Was das bedeutet, erklärt er stark vereinfacht so: Entscheidend sei zu wissen, wer, welche Daten, zu welchem Produktionszeitpunkt benötigt.

Den Datenschatz gemeinsam heben

Ein Teil der Hausaufgaben ist schon gemacht. „Dank unserer eingebetteten Prozessanalytik „ePAT“ ist die Dichte an Daten pro Tablettenpresse so hoch wie nie zuvor. Der Kunde sitzt auf einem Schatz an Informationen,“ ergänzt Klukkert. Herausforderung ist es nun, Prozess-, Maschinen- und analytisches Wissen miteinander zu verzahnen und es für die Verantwortlichen zu jedem Zeitpunkt von der Entwicklung vom Labor bis zur kommerziellen Produktionstechnik für Analysen zugänglich zu machen. Schöler plädiert für den Schulterschluss zwischen Betreiber und Maschinenbauer, also einer Technologiepartnerschaft: „Kein Nutzer alleine kann diese Daten wirklich so interpretieren, wie ein Team aus Nutzer und Hersteller der Maschine“.

Und so geht es weiter

Bleibt zum Schluss noch die Frage, wie Fette Compacting das angeht, was die nächsten Jahre die Branche beschäftigen wird. Fast klar, dass die Innovationsschmiede auch hier ein heißes Eisen im Feuer hat. Aktive Vorausentwicklung heißt das Zauberwort. Dahinter verbirgt sich ein mehrstufiger Prozess den Projektideen durchlaufen, die nicht zum klassischen Kerngeschäft gehören, aber jede Menge Zukunftspotenzial in sich tragen.

Spannend dabei ist der internationale Ansatz. Jeder und jede in der Fette Compacting-Familie ist aufgerufen Ideen einzubringen. „Damit können Werte wie Leidenschaft und Zukunftsfreude gelebt und die Philosophie des Unternehmens „Together for Quality of Life“ realisiert werden,“ sagt Dittrich. So wird sich Fette Compacting auch in den kommenden kommenden Jahrzehnten die Marktführerschaft sichern. Da ist sich das Trio im Raum Nanjing ganz sicher. Besuchen Sie Fette Compacting auf der Achema: Halle 3.0, Stand F3

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