Europas Chemiebranche 2026
Vier versteckte Chancen für mehr Wettbewerbsfähigkeit

Aktualisiert am 23.01.2026 Von Simon Lebherz, Sales Director Asset Lifecycle Intelligence Division von Hexagon 3 min Lesedauer

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Medien berichten ausführlich über Zölle, hohe Energiepreise und die angespannte Situation in der Chemiebranche. Doch trotz dieser Herausforderungen eröffnen sich auch neue Chancen. Digitaler Produktpass, neue Märkte für „Clean Chemicals“ und Lift-and-Shift-Käufe: Welche Trends und Potenziale die Branche in diesem Jahr prägen, beleuchtet dieser Beitrag.

Was kommt 2026 auf die Chemiebranche zu? Simon Lebherz, Sales Director in der Asset Lifecycle Intelligence Division bei Hexagon, zeigt vier Trends auf.(Bild:  Hexagon / Thomas Wieland)
Was kommt 2026 auf die Chemiebranche zu? Simon Lebherz, Sales Director in der Asset Lifecycle Intelligence Division bei Hexagon, zeigt vier Trends auf.
(Bild: Hexagon / Thomas Wieland)

Europa startet 2026 in einem Spannungsfeld: Auf der einen Seite drücken Zölle, hohe Energiepreise und eine schwache Nachfrage nach Margen und Investitionsbereitschaft. Auf der anderen Seite entstehen genau hier Chancen. Wenn Kapital knapper wird, zählt statt der Größe des Portfolios vor allem die Nachweisbarkeit von Leistung, Risiko und Zukunftsfähigkeit. Vier Trends prägen dabei die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Chemie in diesem Jahr.

1. M&A-Faktor: Transparenz

Der Metall-Gigant Sabic hat einen Rückzug aus Europa angekündigt; auch Dow und „LyondellBasell“ trennen sich von Vermögenswerten. Das spiegelt ein Standortproblem wider, welches auch der Branchenverband „CEFIC“ feststellt: Europas Wettbewerbsfähigkeit liegt deutlich unter dem Durchschnitt, gebremst durch schwache Nachfrage und hohe Energiepreise.