Veredelung Veredelung wird auch für die Pharmaverpacker ein Thema
Die Bedeutung der Pharmaverpackung wächst, das gilt nicht nur für OTC-Arzneien, sondern auch für rezeptpflichtige Medikamente. Verpacker setzen daher zunehmend auf Veredelungstechnologien nach Pharmastandard.
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Bis zum Jahr 2013 soll die Nachfrage nach pharmazeutischen Verpackungen um jährlich 6,3 Prozent steigen. Das ermittelte Freedonia in einer Marktstudie, deren Ergebnisse sie kürzlich veröffentlichte. Der Packmittelmarkt wird für diese Branche demnach in den nächsten vier Jahren einen Wert von rund 43,7 Milliarden Euro erreichen.
„Die latent hohe Nachfrage zeugt von einem gewachsenen Verbraucherbewusstsein, welches für Cosmeceuticals, OTC- und immer öfter auch für verschreibungspflichtige Pharmaprodukte Themen wie Markenbildung und Brand Design in den Vordergrund rückt“, sagt Stephan Bestehorn. Bestehorn ist Geschäftsführer des Verpackungsherstellers und Copaco-Mitglieds rlc | packaging group.
Das Unternehmen ist neben dem klassischen Pharma-Packaging auch auf Premium Packaging spezialisiert. So lassen sich beispielsweise mit einer Neun-Farben-Doppellack-UV-Druckmaschine mit Kaltfolientransfereinheit oder Heißfolienprägeeinrichtungen alle Varianten metallischer Veredelungen realisieren. Damit kann rlc der starken Nachfrage nach Silber- und Metalleffekten vor allem im Cosmetic Packaging nachkommen. Jedoch beobachtet Bestehorn auch im Pharma- und Health-caresegment einen wachsenden Bedarf nach diesen Optionen.
Das Copaco-Unternehmen reagierte und erweiterte auch in seinem auf pharmazeuti-sche GMP-gerechte Packmittelproduktion ausgerichteten Berliner Pharmacenter die Veredelungsmöglichkeiten. Die speziell für die Pharmaproduktion installierte Heißfolienprägepresse erweitert bisherige Veredelungsoptionen wie Sonderfarben und -lacke.
Schutz vor Fälschern
Doch es ist nicht allein die optische Wirkung, welche Verpackungsveredelungen unterstützen. „Eine aufwändige Verpackungsgestaltung kann Konsumenten wie Patienten auch als Echtheitszertifikat dienen“, erklärt Bestehorn. „In ihrer Herstellung vergleichsweise aufwändige Veredelungen machen für Produktpiraten das Fälschen schwierig und damit uninteressant.“ Sein Unternehmen setzt daher auf möglichst neue Veredelungstechnologien, beispielweise den Kaltfolientransfer.
Veredelungseffekte wie Metallic oder Haptic Designs könnten schon bald nicht nur akzeptiert, sondern Standard werden, schätzt Bestehorn. „Diese Trends bilden sich auch in dem rlc-eigenen Design-Kompetenz-Center brandpack ab. Seit einiger Zeit beraten wir deshalb auch pharmazeutische Unternehmen im Packaging-Design.“
Die Autorin ist Journalistin in Heidelberg.
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