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Die anfallenden Abwassermengen schwanken zwischen 4,5 m³/h und 18 m³/h beim Abwasserstrom 1 und zwischen 12 m³/h und 50 m³/h beim Abwasserstrom 2. Beide Ströme können gleichzeitig und auch unabhängig voneinander anfallen. Dies erfordert ein flexibles Teillastverhalten der Anlage. Außerdem muss die Anlage eine Verfügbarkeit bis zu 8500 h im Jahr erreichen. Zur Lösung der Aufgabe wurde folgendes System gewählt:
Abwasserstrom 1:
- Dampfstrippung zur Abtrennung der Lösemittel
- mehrstufige Eindampfung auf eine gerade noch fließfähige Endkonzentration
- Separierung der Lösemittel vom abgedampften Wasser durch Phasentrennung
- Vakuumerzeugung und Beheizung mittels thermischer Brüdenverdichtung.
Abwasserstrom 2:
- Dampfstrippung zur Abtrennung der Lösemittel
- Separierung der Lösemittel vom abgedampften Wasser durch Phasentrennung
- Vakuumerzeugung und Beheizung mittels thermischer Brüdenverdichtung.
Zur Optimierung des Dampfverbrauchs werden beide Anlagenteile energetisch gekoppelt, indem der Strippdampf für den Abwasserstrom 2 durch Wasserdampfbrüden aus der Eindampfung des Abwasserstroms 1 ersetzt wird.
Die Lösemittelseparierung und die Vakuumerzeugung sind für beide Anlagenteilen gemeinsam ausgelegt. Für die sichere Abtrennung der Lösemittel aus dem Abwasserstrom 2 werden mindestens 6 % der Zulaufmengen als Dampf zur Strippung benötigt. Daraus ergibt sich ein Dampf- bzw. Brüdenbedarf von bis zu 3000 kg/h. Deshalb wurde zur Aufkonzentrierung von Abwasserstrom 1 die Verdampferanlage als vierstufiger Verdampfer mit einstufigem Hochkonzentrator ausgelegt.
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