Unternehmen gefrustet Verbände warnen vor alarmierender Entwicklung in der Chemieindustrie

Quelle: Chemieverbände Rheinland-Pfalz 1 min Lesedauer

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Die wirtschaftliche Entwicklung der Chemiebranche ist alarmierend, warnen die Chemieverbände Rheinland-Pfalz. Die Unternehmen zeigen sich vor allem gefrustet von Bürokratie und Regulierung. Sie fordern daher eine Industrie-Initiative, um gegenzusteuern.

Von Januar bis September ging – im Vergleich zum Vorjahr – der Umsatz der chemischen Industrie um rund 23 % auf 21,9 Milliarden Euro zurück.(Bild:  VCI/ Chemie RP)
Von Januar bis September ging – im Vergleich zum Vorjahr – der Umsatz der chemischen Industrie um rund 23 % auf 21,9 Milliarden Euro zurück.
(Bild: VCI/ Chemie RP)

„Das Jahr 2023 ist für die Betriebe schwierig. Die Standortkosten erleben Höhenflüge während Produktion und Aufträge im Keller sind. Und wir haben keinen fassbaren Grund für eine Verbesserung“, stellt Bernd Vogler fest. Der Hauptgeschäftsführer der Chemieverbände Rheinland-Pfalz fordert daher eine Industrie-Initiative der Bundesregierung für mehr Wettbewerbsfähigkeit. Denn aus seiner Sicht ist die Chemieindustrie bereit und in der Lage, die Transformation zu gestalten. Jedoch lassen es die politischen Rahmenbedingungen aus seiner Sicht nicht zu. „Wenn wir Klimaschutz, Wohlstand und Innovationskraft für Deutschland wollen, dann müssen wir die Chemie-Industrie im Land halten“, betont Vogler.

Von Januar bis September ging – im Vergleich zum Vorjahr – der Umsatz der chemischen Industrie um rund 23 % auf 21,9 Milliarden Euro zurück. Gleichzeitig wurden 20 % weniger Waren produziert. In den Büchern stehen 30 % weniger Aufträge. Die gleiche Tendenz sehen die Verbände auch in anderen Bereichen, wie Gummiwaren, Kunststoffverarbeiter sowie Farben und Lacke oder Reinigungsmittel. In einer Mitglieder-Umfrage gaben rund 80 % der befragten Unternehmen an, stark oder sehr stark von den hohen Energiepreisen betroffen zu sein. Aufgrund der schlechten Ertragslage bei jedem zweiten Unternehmen liegt der Fokus auf dem Kostenmanagement.

„Dass sich in der Transformation die Produktion und Standorte verändern, ist uns in der Branche bewusst. Wir dürfen aber nicht unternehmerisches Handeln in ein enges Korsett von Regulierungen und Bürokratie zwängen. Das schnürt die Innovationsfähigkeit und Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe ab. Wir brauchen positive Botschaften für die Unternehmen und deren Beschäftigten im Land. Das sind in erster Linie wettbewerbsfähige Energiekosten und der Abbau der Regulierung. Denn ein starker deutscher Chemie-Standort ist wichtig für das Erreichen unserer Klimaschutzziele“, betont Vogler.

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