Nachhaltige Chemieindustrie Rund 120 Megawatt Leistung: Evonik und Vattenfall besiegeln Solarstrom-Partnerschaft

Quelle: Evonik 2 min Lesedauer

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Durch langfristige Stromlieferverträge für Solarstrom stärken Vattenfall und Evonik ihre Nachhaltigkeitsziele. So sollen ab 2025 zwei Solarparks in Schleswig-Holstein jährlich etwa 120 Gigawattstunden grünen Strom an Evonik liefern, was die CO2-Emissionen erheblich reduziert und den Anteil erneuerbarer Energien bei Evonik auf über 50 % steigen lässt.

Bereits heute stammen bei Evonik weltweit rund 35 % des extern bezogenen Stroms aus erneuerbaren Quellen.(Bild:  frei lizenziert /  Pixabay)
Bereits heute stammen bei Evonik weltweit rund 35 % des extern bezogenen Stroms aus erneuerbaren Quellen.
(Bild: frei lizenziert / Pixabay)

Der Energieversorger Vattenfall und das Spezialchemieunternehmen Evonik haben neue langfristige Stromlieferverträge abgeschlossen. Ab 2025 sollen zwei Solarparks von Vattenfall in Schleswig-Holstein pro Jahr rund 120 Gigawattstunden Solarstrom für die Chemieproduktion an Evonik liefern. Die Verträge haben eine Laufzeit von zehn Jahren und fest vereinbarte Konditionen (Power Purchase Agreement, PPA). Der Chemiekonzern will auf diese Weise bewusst mehr Grünstrom einsetzen.

„Evonik hat eine ehrgeizige Nachhaltigkeitsstrategie – und wir setzen verlässlich um, was wir uns vorgenommen haben: 2022 hat Evonik Lieferverträge für grünen Strom aus Windkraft abgeschlossen. 2024 freuen wir uns über die ersten großen Lieferverträge für Solarstrom. Damit erreichen wir einen weiteren Meilenstein auf unserem Weg, bis 2030 unseren extern bezogenen Strom auf 100 % grün umzustellen“, sagt Thomas Wessel, im Vorstand zuständig für Nachhaltigkeit.

Konkret sehen die Power Purchase Agreements (PPAs) dazu vor, dass Vattenfall Strom aus zwei Solarparks in Schleswig-Holstein an Evonik liefert. Ein Solarpark liegt südlich von Flensburg in Silberstedt, Einzelheiten über den zweiten Standort sollen in Kürze folgen. Sie sollen 2025 mit einer Kapazität von insgesamt 120 Megawatt peak (MWp) fertiggestellt und ans Netz angeschlossen werden. Die vereinbarte Strommenge von ungefähr 120 Gigawattstunden (GWh) pro Jahr entspricht rechnerisch dem jährlichen Bedarf von rund 35.000 Haushalten und verdrängt im deutschen Strommix mehr als 50.000 Tonnen CO2 pro Jahr. Vattenfall und Evonik versprechen sich von dieser Zusammenarbeit Investitionssicherheit, Versorgungssicherheit mit grünem Strom und eine Risikostreuung für beide Seiten. Die aktuellen Vereinbarungen gelten für zehn Jahre.

Thomas Wessel stellt die Bedeutung der Verträge mit Vattenfall heraus: „Wir beziehen aus externen Quellen nochmals deutlich mehr grünen Strom. Bereits heute stammen bei Evonik weltweit rund 35 % des extern bezogenen Stroms aus erneuerbaren Quellen. Durch die neuen Vereinbarungen mit Vattenfall überschreitet dieser Anteil klar die 50-%-Marke. Wir machen uns also auch unabhängiger von fossilen Energieträgern.“

Für die Chemieproduktion ist eine möglichst gleichmäßige Stromversorgung notwendig. Zugleich weichen bei regenerativen Energiequellen die Prognose und die tatsächliche Erzeugung oft voneinander ab. Um dies zu meistern, verfügt Evonik über ein Bilanzkreismanagement für die Bewirtschaftung der eigenen Chemieparks und -standorte. Dadurch will das Essener Unternehmen Stromlieferungen und Bedarf in Einklang. Dieses aktive Bilanzkreismanagement leistet zudem einen Beitrag zur Netzstabilität.

Beobachter rechnen in den kommenden Jahren mit einer steigenden Nachfrage nach Strompartnerschaften zwischen Erzeugern und Industrieunternehmen. Laut einer Studie der Deutschen Energieagentur (Dena) könnte das PPA-Volumen bis zum Jahr 2030 hierzulande auf 192 Terawattstunden steigen – und damit ein Viertel des gesamten deutschen Strombedarfs decken. Nicht zuletzt für die energieintensive chemische Industrie am Standort Deutschland spielt eine sichere, wettbewerbsfähige und umweltschonende Versorgung mit Energie eine entscheidende Rolle.

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