Preissenkung bei Arzneimitteln Pharmaverband warnt: US-Preispläne schwächen Anreize für Arzneimittelforschung weltweit

Quelle: VFA 1 min Lesedauer

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Die US-Regierung will die Medikamentenpreise an internationalen Niedrigstwerten orientieren – mit weitreichenden Folgen für Forschung und Versorgung weltweit. Der Verband der forschenden Pharma-Unternehmen warnt vor Innovationshemmnissen und fordert eine abgestimmte europäische Antwort.

Der VFA warnt vor den globalen Folgen der US-Preisregulierung: Eine schwächere Forschungsfinanzierung könnte die Verfügbarkeit innovativer Arzneimittel weltweit verzögern – auch in Europa.(Bild:  frei lizenziert /  Pixabay)
Der VFA warnt vor den globalen Folgen der US-Preisregulierung: Eine schwächere Forschungsfinanzierung könnte die Verfügbarkeit innovativer Arzneimittel weltweit verzögern – auch in Europa.
(Bild: frei lizenziert / Pixabay)

US-Präsident Donald Trump hat Maßnahmen zur Senkung der Arzneimittelpreise in den Vereinigten Staaten bekanntgegeben. Künftig sollen sich die Preise für Medikamente am „Meistbegünstigungsprinzip“ orientieren, wobei die günstigsten Preise als Referenz dienen sollen.

Die Folgen sind weitreichend, so Han Steutel, Präsident des VFA: „Die USA sind der wichtigste Markt für innovative Arzneimittel. Ohne die Erlöse in den Vereinigten Staaten wären Forschung und Entwicklung, wären neue Therapien auch für europäische Patientinnen und Patienten vielfach nicht denkbar. Was jetzt in den USA entschieden wurde, hat Folgen für die ganze Welt.“

Die internationale Preisreferenzierung auf den jeweils niedrigsten Preis bremse nicht nur Investitionen in Forschung aus, sondern verzögert auch die flächendeckende Verfügbarkeit innovativer Arzneimittel – nicht nur in Europa. Der Grund: Nur mit Niedrigpreisreferenzierung lassen sich laut VFA Forschungskosten nicht bezahlen, und Markteinführungen könnten zunehmend infrage gestellt werden. „Wir müssen uns jetzt auf uns selbst konzentrieren. Die Antwort auf diese Herausforderung kann nur eine gesamteuropäische sein: Wir brauchen einen starken, gemeinsamen EU-Markt mit einer abgestimmten Arzneimittelpolitik“, meint Steutel.

Die Industrie hat hierzu bereits Vorschläge vorgelegt. Ein einheitlicher europäischer Listenpreis mit vertraulichen nationalen Rabatten soll den Standort Europa attraktiver machen. „Jetzt ist der Moment, um Europa als pharmazeutischen Innovationsstandort strategisch zu stärken“, betont Steutel.

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