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Einstufiger PtX-Bioreaktor Urzeitliche Mikroorganismen sollen Durchbruch in der synthetischen Methanproduktion bringen

Quelle: MA Alexander Stark 2 min Lesedauer

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Electrochaea hat mit dem US-amerikanischen Lawrence Livermore National Laboratory und Southern California Gas eine Partnerschaft zur Entwicklung eines innovativen einstufigen Archaeen-Bioreaktors geschlossen. Dieser Reaktor, der weltweit erste seiner Art, wird CO2 aus industriellen Quellen zusammen mit Wasserstoff in umweltfreundliches, synthetisches Biomethan umwandeln.

Electrochaea entwickelt weltweit ersten einstufigen PtX-Bioreaktor mit dem Lawrence Livermore National Laboratory (LLNL) und dem Gasnetzbetreiber Southern California Gas (Socalgas). (Bild:  Marek Vogel/ Electrochaea)
Electrochaea entwickelt weltweit ersten einstufigen PtX-Bioreaktor mit dem Lawrence Livermore National Laboratory (LLNL) und dem Gasnetzbetreiber Southern California Gas (Socalgas).
(Bild: Marek Vogel/ Electrochaea)

Der Power-to-X-Spezialist Electrochaea hat eine Forschungs- und Entwicklungsvereinbarung (Crada) mit dem renommierten US-amerikanischen Lawrence Livermore National Laboratory (LLNL) und dem Gasnetzbetreiber Southern California Gas (Socalgas) unterzeichnet. Das LLNL ist für seine Technologieentwicklungen im Bereich Energie und Umweltsicherheit bekannt. Southern California Gas (Socalgas) ist mit rund 21,1 Millionen Endkunden das größte Erdgasversorgungsunternehmen in den USA. Im Rahmen der Vereinbarung arbeiten die drei Partner an der Entwicklung und Erprobung eines neuen einstufigen Archaeen-Bioreaktors, in dem CO2 aus industriellen Quellen recycelt und zusammen mit Wasserstoff in synthetisches Biomethan umgewandelt wird. Es wäre weltweit der erste einstufige Reaktor seiner Art.

Den Umwandlungsprozess in synthetisches Methan übernehmen Archaeen, gezielt durch Electrochaea optimierte urzeitliche Mikroorganismen, die ihren natürlichen Ursprung in den heißen Quellen Islands haben.

Das durch den Stoffwechsel der Archaeen entstehende Gas kann über die existierende Gasinfrastruktur in großen Mengen und über lange Zeiträume gespeichert, sehr gut transportiert und ebenso vielfältig eingesetzt werden wie herkömmliches fossiles Erdgas. Anders als fossiles Erdgas ist das synthetische Methan CO2-neutral und kommt, da kein konventioneller Abbau notwendig ist, ganz ohne Eingriff in die Natur aus. Somit trägt die von Electrochaea entwickelte Technologie wesentlich zur Energiesicherheit, Netzstabilität und zum Natur- sowie Klimaschutz bei.

Anders als in den bereits für den kommerziellen Einsatz von Electrochaea entwickelten 10-MWe, 25-MWe- und 75-MWe-Anlagen werden in diesen Bioreaktoren der zweiten Generation die beiden wesentlichen und bisher voneinander getrennten Schritte der synthetischen Gasproduktion, die Elektrolyse und Methanisierung, in einer einzigen Reaktoreinheit und in einem einzigen Prozessschritt nahtlos zusammengeführt. Dies erhöht die Energieeffizienz zusätzlich und reduziert Investitionsausgaben deutlich.

„Das Team von Electrochaea engagiert sich sehr für eine sichere, umweltfreundliche und bezahlbare Energieversorgung jetzt und in Zukunft. Der neue hocheffiziente Bioreaktor wird wesentlich dazu beitragen. Gemeinsam mit unseren Partnern werden wir die Energielandschaft positiv beeinflussen. Die Zusammenarbeit mit LLNL und Socalgas ist ein wichtiger Meilenstein für der Entwicklung unserer nächsten Produktlinie“, sagt Dr. Doris Hafenbradl, Electrochaea's CTO und Geschäftsführerin.

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