Metabolomics
Treffsicher ins Zielgebiet: Natürliche pharmakologische Wirkstoffe im Fokus

Ein Gastbeitrag von Guido Deussing 12 min Lesedauer

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Das Monoterpen 1,8-Cineol wird seiner besonderen medizinischen Eigenschaften wegen in der Behandlung einer chronischen Rhinosinusitis eingesetzt. Forschende sind nun mittels Thermodesorptions-GC/MS der Frage nachgegangen, ob das oral verabreichte Phytotherapeutikum auch dort ankommt, wo es wirken soll, nämlich in der Nase.

Abb. 1: 1,8-Cineol ist ein farbloses, flüssiges Mittel, dass über lipophile Eigenschaften und eine Dichte von 0,93 g/cm3 (20°C) verfügt. Es verströmt ein kampferartiges Aroma. Vor allem Eukalytusarten, deren ätherisches Öl reich an Cineol ist, werden zur Gewinnung des Wirkstoffs genutzt. (Bild:  © Bettapoggi - stock.adobe.com)
Abb. 1: 1,8-Cineol ist ein farbloses, flüssiges Mittel, dass über lipophile Eigenschaften und eine Dichte von 0,93 g/cm3 (20°C) verfügt. Es verströmt ein kampferartiges Aroma. Vor allem Eukalytusarten, deren ätherisches Öl reich an Cineol ist, werden zur Gewinnung des Wirkstoffs genutzt.
(Bild: © Bettapoggi - stock.adobe.com)

Bei der Behandlung einer Erkrankung möge man nie die Heilkraft der Natur unterschätzen. Obgleich der Glaube daran bröckeln kann, wenn der Genesungsprozess mehr Zeit in Anspruch nimmt, als der Patient aufzubringen gewillt oder in der Lage ist. Dessen ungeachtet mangelt es nicht an wissenschaftlichen Belegen für diese These.

Bereits der Aufenthalt an frischer Luft kann unter günstigen klimatischen Bedingungen heilsam für dem Menschen sein [2]. So viel verstand man bereits in der Antike. Ende des 19. Jahrhunderts propagierten Ärzte wie Hermann Brehmer (1826-1889) die Wirksamkeit von Luftkuren bei Atemwegs- und Lungenerkrankungen wie Tuberkulose [3]. Bäumen und Wäldern wird heute eine große Bedeutung für die Gesunderhaltung und unser Wohlergehen beigemessen; allein eines Baumes ansichtig zu sein, könne, wie zu lesen ist [4-6], Genesungsprozessen fördern, bereits die Pflege eines Kräutergartens heilkräftige Therapie sein [7]. Der Forscher Qing Li von der Nippon Medical School in Tokio/Japan attestiert Bäumen das Vermögen, unser Immunsystem zu stärken und die Bildung von Killerzellen anzuregen, die sich als wirksam in der Abwehr schädlicher Keime und Krebszellen erweisen [8]. Natur als Apotheke, ihre Errungenschaften: Universaltherapeutika.