Werkstoff Trägermaterial für die Zellkultivierung
Sinterfilter-Spezialist Robu hat ein neues, inertes Trägermaterial für die Zellkultivierung in der Biologie entwickelt: Vitrapor besteht aus kleinen offenporigen Sinterkügelchen, die in einem speziellen Verfahren gefertigt werden.
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Das granulatartige Material eignet sich für Laboranwendungen in Biotechnologie, Medizintechnik und Mikrobiologie.
Mikroorganismen brauchen gute Wachstumsbedingungen, damit Biologen und Medizintechniker rasch über verlässliche Ergebnisse verfügen können. Aus diesem Grund hat Robu ein neues, inertes Trägermaterial in Form kleiner Sinterglaskugeln entwickelt.
Offene Poren für mehr Wachstum
Von großer Bedeutung ist der Produktionsprozess der Vitrapor-Kugeln. Auf rein mechanische Weise entstehen in einem bindemittelfreien Sinterprozess kleine Kügelchen aus Borosilicatglas von etwa vier Millimeter Durchmesser. Das Ergebnis ist ein offenporiges, wenig tortuoses Material mit glatten aber großen Adhäsionsflächen.
Dank seiner hydrophilen, schwammartigen Struktur bietet das Trägermaterial neben größtmöglichen Oberflächen auch eine gute Durchströmbarkeit. Die elektrische Oberflächenladung – das so genannte Zetapotenzial – soll sich ebenfalls positiv auf das Zellwachstum auswirken. Die Kapillarwirkung stellt außerdem die gute Versorgung der Zellkulturen mit Nährmedien sicher. Versuchsreihen des Instituts für biomedizinische Technik der TU Dresden haben die Biokompatibilität von Borosilicatglas nachgewiesen. Sie ergaben Vitalitätsraten der Zellen von über 80 Prozent! Diese Ergebnisse der Laborversuche stellen einen klaren Vorteil gegenüber den üblichen PMMA- und PVC-Trägern dar, hebt der Hersteller hervor.
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