Refuels Erneuerbare Kraftstoffe: Innofuels will industrielle Produktion beschleunigen

Quelle: Karlsruher Institut für Technologie 2 min Lesedauer

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Synthetische Kraftstoffe könnten entscheidend zur Dekarbonisierung zahlreicher Sektoren beitragen, jedoch steht die industrielle Fertigung noch vor erheblichen Herausforderungen. Das KIT-Projekt Innofuels vereint Forschung, Industrie und Politik, um Hindernisse zu beseitigen und die Produktion anzukurbeln.

In der Bioliq-Anlage am KIT lassen sich CO2-neutrale Kraftstoffe mittels Pyrolyseverfahren aus organischen Reststoffen herstellen.(Bild:  Markus Breig/ KIT)
In der Bioliq-Anlage am KIT lassen sich CO2-neutrale Kraftstoffe mittels Pyrolyseverfahren aus organischen Reststoffen herstellen.
(Bild: Markus Breig/ KIT)

Mit synthetischen Kraftstoffen aus erneuerbaren Energien lässt sich dem Karlsruher Institut für Technologie zufolge der CO2-Ausstoß im Vergleich zu herkömmlichen Treibstoffen um bis zu 90 % verringern. Zwar sind sie prinzipiell in nahezu allen Verkehrsträgern einsetzbar, ihre industrielle Herstellung bleibt aber eine Hürde. Die Großproduktion schneller voranzutreiben, ist Ziel des Plattformprojekts Innofuels vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Dazu vernetzt es alle beteiligten Akteure, analysiert Forschungsvorhaben und initiiert neue, wo es erforderlich ist. Eine erste Zwischenbilanz zeigt: Herausforderungen wie Rohstoffknappheit, Lieferkettenprobleme oder fehlende Anreize lassen sich nur im Zusammenspiel lösen.

Neben der Vernetzung aller Beteiligten geht es in Innofuels insbesondere um die technoökonomische Weiterentwicklung und die Gestaltung geeigneter Rahmenbedingungen. Auf dieser Grundlage wollen die Projektpartner Handlungsoptionen für politische und wirtschaftliche Entscheidungen zum Hochlauf strombasierter Flüssigkraftstoffe und fortschrittlicher Biokraftstoffe, auch Refuels genannt, entwickeln.

Seit Februar 2023 hat das Plattformprojekt dazu auch die Bedürfnisse und Interessen der verschiedenen Stakeholdergruppen analysiert. „Dabei wurde deutlich, dass Herausforderungen wie Rohstoffknappheit, Lieferkettenprobleme, fehlende marktliche Anreize sowie international uneinheitliche oder mangelhafte Regularien nicht isoliert betrachtet werden dürfen, sondern nur im Zusammenspiel überwunden werden können“, so Projektkoordinator Dr. Olaf Toedter vom Institut für Kolbenmaschinen des KIT.

Um Herausforderungen wie diese anzugehen, arbeitet Innofuels in den sieben Themenbereichen Produktion, Supply Chain, Markt und Regulierung, Nachhaltigkeit, Luftverkehr, Schiffsfahrt sowie Straße und Schiene. Jeden davon leitet ein Team der Projektpartner aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik. Die Teams organisieren regelmäßige Workshops für Projektbeteiligte und Interessierte, erstellen Metaanalysen und Roadmaps zur Erfassung bereits vorhandener Forschungsergebnisse und prüfen diese auf Umsetzbarkeit. Zudem steht die Plattform in engem Austausch mit mehreren vom Bund geförderten Projekten zum Aufbau von Power-to-Liquid- und Advanced-Biofuels-Anlagen.

Start des Projekts war im Februar 2023. Es ist auf 3,5 Jahre angelegt und endet im August 2026. Es wird im Rahmen des Gesamtkonzepts Erneuerbare Kraftstoffe mit insgesamt 5,24 Millionen Euro durch das Bundesministerium für Digitales und Verkehr gefördert.

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