Automatisierung der Zukunft Stürzt die (Automatisierungs-) Pyramide? So sprengt die Automatisierung die Grenzen
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Die Pyramide gerät ins Wanken: Der bisherige streng hierarchische und segmentierte Aufbau der Prozessautomatisierung tut sich schwer, das Industrie-4.0-Versprechen einzulösen. Wie kann die nächste Generation der Automatisierungs-Architektur aussehen? Grenzenlos, ist man bei Emerson sicher – und erwartet ebenso grenzenlose Möglichkeiten.
Die alles durchdringende Vernetzung war ein zentrales Versprechen der Industrie 4.0. Die Realität sieht anders aus: Die Digitalisierung zeigt gnadenlos, wie die hierarchische Automatisierungspyramide eben nicht transparent und durchlässig, sondern segregiert und trotzdem anfällig ist. Statt grenzenlosem Durchblick Technologie-Stacks, Insellösungen und Datensilos um jede Abteilung.
Die Grenzlinien verlaufen unsichtbar mitten durch Unternehmen hindurch: Hierarchisch zwischen der Ebene der Feldgeräte über den Schaltschrank bis zum Prozessleitsystem in der Anlage und schließlich bis hinauf auf Unternehmens- und Konzernebene oder zwischen Produktion, Wartung und Instandhaltung, Sicherheitssystemen und zunehmend auch der Nachhaltigkeit – die Automatisierungsarchitektur ist gespalten. Ähnlich undurchdringlich scheint zuweilen die Grenze zwischen IT und OT. Auch die Sicherheitsarchitektur ist traditionell ähnlich wie bei einer mittelalterlichen Burg gestaffelt, wobei die durch Firewalls abgeschotteten einzelnen Layer quasi die Funktionen von Wassergraben und Mauern übernehmen. Dieses Vorgehen, seit den 90er Jahren als Purdue-Modell bekannt, gliedert ein Industrie-Netzwerk in hierarchische Level (typischerweise die Feldebene, Steuerungsebene, Prozessleittechik, Betriebsleitung und Unternehmensebene mit dem ERP) und nach Sicherheitsanforderungen geclusterte Zonen (etwa die die der Safety Instrumented Systems), die sich über mehrere Level erstrecken können.
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