Ewigkeits-Chemikalien in Mineral- und Leitungswasser PFAS in Trinkwasser nachgewiesen – Bund fordert striktes Verbot

Quelle: Bund 2 min Lesedauer

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Eine neue Studie des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland zeigt, dass Chemikalien wie PFAS, Melamin und Benzotriazole weit verbreitet in Mineral- und Leitungswasser sind – einschließlich dem des Europäischen Parlaments. Trotz Einhaltung der Grenzwerte fordern Bund und BDEW ein umfassendes PFAS-Verbot und eine Kostenverteilung, die Hersteller zur Verantwortung zieht.

Eine aktuelle Studie zur Belastung von Mineral- und Leitungswasser zeigt, wie verbreitet  Ewigkeits-Chemikalien im Wasser bereits sind.(Bild:  frei lizenziert /  Pixabay)
Eine aktuelle Studie zur Belastung von Mineral- und Leitungswasser zeigt, wie verbreitet Ewigkeits-Chemikalien im Wasser bereits sind.
(Bild: frei lizenziert / Pixabay)

Eine Studie des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (Bund) hat das Vorkommen von sogenannten Ewigkeits-Chemikalien in Mineral- und Leitungswasser untersucht. Diese Chemikalien, bekannt für ihre Langlebigkeit und Mobilität in der Umwelt, wurden demnach in nahezu allen untersuchten Wasserproben gefunden, einschließlich des Trinkwassers des Europäischen Parlaments in Brüssel. Die Studie verdeutlicht laut Bund die weitreichende Verbreitung von Per- und Polyfluorierten Alkylsubstanzen (PFAS) und anderen Schadstoffen wie Melamin und Benzotriazole, die potenziell gesundheitsschädlich sind.

Obwohl die Trinkwasserproben die gesetzlichen Grenzwerte einhalten und somit keine akute Gesundheitsgefahr darstellen, fordern Bund und der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) dringende gesetzliche Maßnahmen zur Eindämmung dieser Stoffe. Sie plädieren für ein umfassendes PFAS-Verbot und eine gerechte Kostenverteilung, bei der die Hersteller für die Umweltschäden aufkommen sollen: „Diejenigen, die Schadstoffe in die Umwelt einbringen, müssen zahlen. Wer PFAS herstellt oder in den Handel bringt trägt die Verantwortung und muss die hierdurch verursachten umweltökonomischen Kosten tragen. Eine Lizenz zur Verschmutzung kann es nicht mehr geben. Es braucht eine gerechte Kostenverteilung, Umweltauswirkungen müssen eingepreist sein. Auch um die Entwicklung umweltfreundlicher Alternativen zu fördern.“

Um die weitere Zunahme der Verschmutzung aufzuhalten, müsse die Produktion und Verwendung von Ewigkeits-Chemikalien eingeschränkt werden so Bund-Vorsitzender Olaf Bandt: „Wir fordern ein umfassendes PFAS-Verbot in Deutschland und in der EU. Robert Habeck und Steffi Lemke müssen sich gemeinsam auf europäischer Ebene dafür stark machen. Die Bundesregierung ist aufgerufen ein Ressourcenschutzgesetz auf den Weg zu bringen, um unsere Lebensgrundlagen auch hierüber zu schützen.“

Die zunehmende Verschmutzung führe schon heute in einigen Regionen zu höheren Kosten bei den Wasserversorgern, um sauberes Trinkwasser bereitstellen zu können, betonten Bund und BDEW.

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