CO2-Recycling

Start-up saugt CO2 aus der Luft

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Die CO2-reduzierte Luft wird wieder herausgeblasen. „Unsere Filter werden innerhalb weniger Stunden mit CO2 gesättigt“,beschreibt Gebald den Prozess.

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Um den Desorptions-Prozess zu starten, wird das gesättigte Filtermaterial auf ca. 100 Grad Celsius erhitzt. „Hierzu nutzen wir die Abwärme der KEZO und sind damit besonders ressourcenschonend“, erklärt Christoph Gebald. Dabei wird das hochreine CO2 freigesetzt und der Leitung zugeführt, die die Gewächshäuser der Gebrüder Meier mit dem Gas versorgt. Pro Jahr kauft der landwirtschaftliche Betrieb Climeworks 900 Tonnen des Gases zu marktüblichen Preisen ab.

250.000 Filteranlagen weltweit

„Die Nutzung von CO2 aus der lokalen Umgebungsluft passt zu unseren nachhaltigen Produktionsgrundsätzen und unterstützt die Vermarktung unserer Produkte“, sagt Meier. Das Wachstum von Gurken oder Tomaten, die das Unternehmen für den schweizerischen Grosshandel anbaut, wird deutlich gesteigert. Bislang muss dafür eigens ein LKW aus größerer Entfernung den CO2-Tank auffüllen.

Langfristig hat das Unternehmen aber deutlich größere Pläne: Ab dem Jahr 2025 sollen jährlich etwa ein Prozent der weltweiten CO2-Emissionen wieder aus der Luft gefiltert werden. Dafür müssten theoretisch 250.000 Filteranlagen wie in Hinwil errichtet werden.

Der Beitrag erschien zuerst auf dem Portal unserer Schwestermarke SMM.

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