Suchen

Exzenterschneckenpumpe

Spezielle Schokopumpe ermöglicht Temperierung über ganzen Förderbereich

Seite: 2/2

Firmen zum Thema

Einfache manuelle Reinigung

Um den hohen Anforderungen an die Hygiene im Lebensmittelbereich zu entsprechen, wurde die Pumpe mit offenen Bolzengelenken ausgestattet, die ständig vom Medium umspült werden, was Ablagerungen von Produktresten verhindert. Auch wurden alle produktberührenden Oberflächen poliert ausgeführt und totraumfreie, hochhygienische Gleitringdichtungen verbaut.

Die verwendeten Werkstoffe, speziell die Elastomere, sind nach FDA zugelassen, die Pumpen erfüllen die Ansprüche der Direktive EG 1935/2004, sowie des russischen Gost-R. Selbst für die Wellenabdichtungen, einem aufgrund der komplexen physikalischen Eigenschaften von Schokolade sehr kritischen Punkt, wurde eine den Anforderungen dieses Mediums entsprechende Lösung gefunden.

Bildergalerie

Darüber hinaus ist das Pumpengehäuse antriebsseitig nicht verschraubt, sondern mit schnellspannenden Clamp-Elementen fixiert, und die Endstutzen sind mit einfach zu lösenden Schrauben am Stator befestigt. Das macht es möglich, die Anlage schnell und unkompliziert zu zerlegen – was umso praktischer ist, als Schokolade mit Wasser inkompatibel und das gängige CIP-Reinigungs-Verfahren daher nicht anwendbar ist. Um dennoch die Lebensmittelsicherheit zu gewährleisten und eine Übertragung von Allergenen zwischen verschiedenen Produktionsdurchgängen zu vermeiden, lässt sich die Pumpe daher einfach demontieren und von Hand reinigen.

Die Schokopumpe gibt es in mehreren Größen und mit einer Auswahl an unterschiedlichen Rotor-Stator-Geometrien. Die mögliche Fördermenge reicht von Kleinstvolumen bis 25 m3/h bei einem Maximaldruck von 12 bar. Da die Förderleistung von Exzenterschneckenpumpen drehzahlabhängig ist, lässt sich eine hohe Dosiergenauigkeit erzielen. Die Pumpe eignet sich für die verschiedensten Aufgaben in der Schokoladenherstellung, beginnend bei der Zufuhr von Rohmaterialien wie Kakaobutter, Butterreinfett oder Nusspasten über die Vormischung mit weiteren Zutaten wie Zucker und Milchpulver bis hin zum Transport der temperierten, conchierten Masse zu den Abform- oder Überzugsgeräten.

Ebenso lassen sich Füllungen oder wiederverwendbare Produktionsreste damit fördern. Die Robustheit der Exzenterschneckentechnik sowie der verwendeten Werkstoffe stellen dabei selbst bei abrasiven Bestandteilen, etwa vermahlenem Kristallzucker oder roher Kakaomasse, eine hohe Betriebszuverlässigkeit und lange Standzeiten sicher.

* Der Autor ist Leiter des Geschäftsfeldes Nahrung und Pharmazie bei der Netzsch Pumpen & Systeme GmbH, Waldkraiburg.

(ID:42957257)