Rat-Geber Sparringspartner für die „Kleinen“ sein

Ein Gastkommentar von Dr. Kathrin Rübberdt, Bereichsleiterin Wissenschaft & Industrie bei der Dechema

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Aufsichts- oder Beiräte werden nicht nur in der Großindustrie besetzt. Gerade KMU und Start-ups können massiv vom Austausch mit Branchenkennern und deren Expertise profitieren. Warum sich Engagement lohnt, berichtet Dr. Kathrin Rübberdt von der Dechema.

Kathrin Rübberdt ist Bereichsleiterin Wissenschaft & Industrie der Dechema und Kuratorin des Forschungsfelds Chemische Verfahrenstechnik. (Bild:  Dechema)
Kathrin Rübberdt ist Bereichsleiterin Wissenschaft & Industrie der Dechema und Kuratorin des Forschungsfelds Chemische Verfahrenstechnik.
(Bild: Dechema)

Woran denken Sie beim Wort „Aufsichtsrat“? An DAX-Konzerne und ehemalige Vorstände von Großunternehmen? Mir ging es ähnlich, als wir erstmals über die Themen für das Frühjahrstreffen 2022 des VBU-Managerinnen-Netzwerks gemeinsam mit dem Netzwerk „Frauen in die Aufsichtsräte“ sprachen – „spannend, aber sehr weit weg für mich“.

Um so überraschender waren dann die Diskussionen der Veranstaltung. Denn man vergisst leicht, dass Aufsichts- oder Beiräte nicht nur in der Großindustrie zu besetzen sind, sondern auch bei KMU und nicht zuletzt bei Startups. Und dafür ist nicht die jahrzehntelange Konzernkarriere ausschlaggebend, sondern vor allem die Expertise und Berufserfahrung, gerne auch im mittelständischen Umfeld.

Für alle, die seit einer Reihe von Jahren oder auch Jahrzehnten in einer Branche unterwegs sind, kann dies eine gute Option sein, junge Unternehmen mit ihrem Wissen und ihrer Erfahrung zu begleiten. Besonders bei Beiräten geht es – anders als bei Aufsichtsräten – nicht nur um Kontrolle, sondern vor allem darum, ein Sparringspartner, Zuhörer und Wegweiser zu sein.

Natürlich stellt man seine Zeit und seine Ideen nicht ohne Gegenleistung zur Verfügung. Zwar können die Summen, die man als finanzielle Aufwandsentschädigung erhält, sicher nicht mit dem mithalten, was bei großen Konzernen zu bekommen ist. Doch was diese nicht bieten können, bieten Startups und KMUs als unschätzbaren Gegenwert: Gestaltungsmöglichkeiten und das gute Gefühl, Innovationen voranzubringen. Und das ist doch auch etwas, wofür sich Engagement lohnt.

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