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Ohne Wohlbefinden keine Motivation
Bis dahin beschäftige sich die Psychologie überwiegend mit dem Abbau von Leidensdruck und negativer psychischer Symptomatik. Erst Seligman begann zu forschen,
- was das Leben lebenswert macht,
- warum manche Menschen glücklich sind,
- wie man Glück messen kann und
- wie man das subjektive Wohlbefinden steigern kann.
Die Forschungsgruppe um Seligman definierte das Ziel der positiven Psychologie, Menschen glücklicher zu machen, indem sie diese dabei unterstützt, positive Emotionen aufzubauen sowie Erfüllung und Sinn im Leben zu finden. Das ist weit mehr als das „positive Denken“, das in vielen Motiviationsseminaren den Mitarbeitern von Unternehmen nahe gebracht wird. Und es gibt inzwischen zahlreiche wissenschaftliche Studien, die belegen: Die Methoden der positiven Psychologie wirken.
Die Überzeugung vieler Führungskräfte „Ich muss meine Mitarbeiter motivieren, damit ihre Leistung nicht sinkt“ ist defizit-orientiert. Das heißt, sie geht von einem grundsätzlichen Mangel bei den Mitarbeitern aus. Doch warum wurden sie dann eingestellt? Zielführender ist die Frage: Wie kann ich als Führungskraft meine Mitarbeiter so begleiten, dass eine innere Motivation und Zufriedenheit entsteht? Hierfür bietet die positive Psychologie einige Ansätze.
Die innere Motivation anfachen
Die beiden US-amerikanischen Wissenschaftler Edward L. Deci und Richard M. Ryan beschreiben in ihrer „self determination theory of motivation“ aus dem Jahr 2000 drei zentrale menschliche Wachstumsbedürfnisse, die der Motor für die persönliche Entwicklung von Menschen und deren Wohlbefinden sind. Für Führungskräfte ist es hilfreich, diese Bedürfnisse zu kennen und zu beobachten, denn sie sind die Grundlage für das Entstehen von intrinsischer Motivation und für ein nachhaltiges Lernen.

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