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Praxisbeispiel einer Online-TOC-Analytik
Eine petrochemische Fabrik in Deutschland erhitzt Rohöl, um es durch Rektifikation in seine Bestandteile aufzutrennen. Die einzelnen Fraktionen müssen für die Weiterverarbeitung gekühlt bzw. kondensiert werden. Die dabei verwendeten Wärmetauscher unterliegen einem hohen mechanischen Stress. Schon kleinste Leckagen führen zu Produkteinbrüchen und erhöhen die TOC- Konzentration im Kühlkreislauf. Kohlenstoff, durch Konditionierungsmittel zugefügte Phosphorverbindungen und warme Temperaturen führen zu einem Anstieg von Bakterien (z.B. Legionellen).
Um dies zu vermeiden, wird neben dem pH- Wert und der Leitfähigkeit auch der TOC- Wert kontinuierlich überwacht. Der TOC- Wert überwacht zum einen die Dichtigkeit der Wärmetauscher und warnt vor einem gefährlichen Millieu, das den beschriebenen biologischen Befall begünstigt. Neben hygienischen Anforderungen spielt die energetische Performance der Kreisläufe eine wichtige Rolle. Beläge reduzieren die Kühlleistung erheblich und erhöhen den Aufwand an Pump- und Ventilatorleistung. Um das Problem zu lösen, wurden nach einem Zwischenfall den Wärmetauschern nachgeschaltet TOC-Analysatoren installiert.Nun werden Leckagen schnell erkannt, und kontaminiertes Kühlwasser kann zur Kläranlage abgeleitet werden.
Messung von sechs Probenströmen in einem Gerät sind möglich
Für die Überwachung von Organik setzt der Hersteller TOC-Messgeräte mit der Ultra-Hochtemperaturverbrennung bei 1200 °C ein. Bei dieser Temperatur ist die vollständige Oxidation aller organischen Probeninhaltsstoffe garantiert. Oxidationsfördernde Katalysatoren werden nicht benötigt. Die Probe wird über eine horizontal und vertikal bewegliche Nadel, die Partikel einfach handhaben kann, in den Ofen injiziert. Nach jeder Injektion wird die Nadel gespült. Verstopfungen oder Verschleppungseffekte durch adhäsive Substanzen werden so vermieden.
Im katalysatorfreien Ofen werden alle Kohlenstoffverbindungen vollständig aufgespalten und zu CO2 oxidiert. Ein Detektor bestimmt die CO2-Konzentration und ermittelt so den TOC in weniger als drei Minuten. Selbst kurze Messwertspitzen werden so zuverlässig vom Quick TOC ultra von LAR erfasst. Zusätzlich ermöglicht das modulare System die Messung von sechs Probenströmen in einem Gerät. So können der Zu- und Ablauf mit einem Analysator überwacht werden. Unterschiede, die z.B. durch Wärmetauscherdurchbrüche entstehen, werden sicher und schnell erfasst.
* Der Autor ist Mitarbeiter der LAR Process Analysers AG, Berlin. Tel. +49-30-278958-0
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