Homogenisieren
So homogenisieren Sie Schüttgüter staubfrei und schonend

Von Bernd Fraune, Geschäftsführer von Amixon 4 min Lesedauer

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Staub ist lästig. In der Produktion von pulvrigen Lebensmitteln gefährden Stäube Mensch, Maschine und Produktqualität. Doch mit der richtigen Mischtechnik haben sie keine Chance.

Schonend staubfeine Partikel binden – etwa für Instantkaffee. Ausgefeilte Mischtechnik macht's möglich.(Bild:  frei lizenziert /  Pixabay)
Schonend staubfeine Partikel binden – etwa für Instantkaffee. Ausgefeilte Mischtechnik macht's möglich.
(Bild: frei lizenziert / Pixabay)

Die Fähigkeit Pulver zu vermischen und zu benetzen ist ähnlich alt wie die menschliche Zivilisation. Drogisten und Färber nutzten Mörser und zerstampften Pulverpartikel in Tiegeln, um die Oberflächen der Mischgutpartikel zu vergrößern. Auf diese Weise hat man das Zerkleinern und das Schüttgutmischen gleichzeitig erledigt. Aus streng wissenschaftlicher Sicht hat man noch weitere Veränderungen an den Pulverpartikeln vorgenommen. Elektronenmikroskopische Betrachtungen zeigen, wie vielfältig und individuell sich Pulverpartikel im Mischprozess verändern können. Klumpiges Pulver desagglomeriert, Partikel brechen und verrunden, trockene Partikel benetzen und ummanteln sich mit feineren Fraktionen, dispers vorliegende Partikel agglomerieren, Absorber können Pulver entfeuchten, unter Druck und Reibung können Dispersionen kristallisieren.

Wo entsteht Staub?

Überall dort, wo pulvrige Güter verarbeitet werden, treten Stäube auf. Ihre unangenehme Eigenschaft ist, dass sie durch kleinste Leckagen entweichen können. Beispielsweise aus Big Bags, Mischern, Silos, Rohrleitungen oder aus Abfüllanlagen. Stäube können lange in der Luft schweben und sich überall ablagern. Das geschieht bevorzugt auf horizontalen Flächen. Im Falle eines Luftzugs wirbeln sie erneut auf und schweben in der Luft.