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Pumpen-Forum 2015

So fördern Sie feststoffhaltige Flüssigkeiten

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Dem Dichtungssystem ist ebenfalls Beachtung zu schenken, damit es bei hoher Viskosität zu keinem erhöhten Verschleiß kommt und die Pumpe bei jedem Betriebszustand sauber abgedichtet ist.

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Sollen in vorhandenen Anlagen die Kapazitäten gesteigert werden, so sind oft die Pumpen der Engpass. Durch Sonderkonstruktionen können in vorhandene Anlagen auch größere Pumpen eingebaut werden. Der Vorteil ist, dass die bestehenden Reaktoren und Rohrleitungen nicht verändert werden müssen.

Kreiselpumpen für feststoffhaltige Medien

Nach so viel Aufmerksamkeit für Verdrängerpumpen beim Fördern feststoffhaltiger Medien sang Dr. Thomas Herbers (Klaus Union) das hohe Lied der Kreiselpumpe. Bei faserigen oder feststoffbeladenen Medien kommen z.B. spezielle Hydrauliken wie Freistromräder zum Einsatz, wobei die flüssigkeitsberührten Oberflächen zum Schutz gegen Verschleiß beschichtet oder gehärtet werden können. Hohe Viskosität beeinflusst die Förderhöhe und die Leistungsaufnahme und kann rechnerisch mit Hilfe empirischer Gleichungen berücksichtigt werden. Die Viskositätsgrenze liege bei etwa 500 mPas.

Eine wichtige Rolle spielt auch die Einstufung der Medien hinsichtlich ihrer Gefährlichkeit bei Produktaustritt. Die TA-Luft schreibt beispielsweise für bestimmte Produktgruppen technisch dichte Pumpen vor. Andere Spezifikationen, z.B. die API 685, fordern abhängig von der Gefährlichkeit des Produkts unterschiedliche Abdichtungskonzepte und Überwachungsmaßnahmen. Als technisch dicht gelten Pumpen mit Permanentmagnetantrieb, Spaltrohrmotorpumpen oder Pumpen mit doppeltwirkender Gleitringdichtung. Bei diesen Pumpen werden je nach Produkteigenschaft unterschiedliche Spülpläne verwendet. Bei Pumpen mit Magnetantrieb wird die Gleitlagerung der Pumpenwelle durch das Fördermedium geschmiert. Hierbei kommt es besonders auf die Berücksichtigung der speziellen Eigenschaften des Mediums bei der Werkstoffauswahl und der Auslegung der Spülkanäle an.

Gregor Kleining (Richter Chemie-Technik) benannte die Vor- und Nachteile der verschiedenen Überwachungstechnologien für Kreiselpumpen. Sein Fazit: „Die Fortschritte der letzten Jahre sind beachtlich. Sie erlauben es, mit relativ geringem Aufwand den Betriebszustand von Kreiselpumpen kontinuierlich zu überwachen und Wartungsbedarf frühzeitig und planbar zu erkennen, bevor größere Störungen oder Schäden eintreten.“

Schraubenspindelpumpe mit Kreiselpumpen-Geometrie

Chemienorm-Kreiselpumpen sind als ‚Arbeitspferd‘ der chemischen und petrochemischen Industrie weit verbreitet. Dies liegt nicht zuletzt daran, dass ihre Anschlussgeometrie und ihre wichtigsten Leistungsparameter einer Normung unterliegen, die Anlagenplanern und Betreibern eine grundsätzlich herstellerunabhängige Projektierung und Pumpenauswahl ermöglicht.

Die in DIN EN ISO 2858 erfassten Kreiselpumpen werden dabei für verschiedenste Förderaufgaben eingesetzt, stellen jedoch nicht für jede Anwendung die wirtschaftlich und technisch optimale Lösung dar. Oft lassen sich hier durch den Einsatz von Verdrängerpumpen wie Schraubenspindelpumpen hohe Energieeinsparungen erzielen.

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