Etikettierung Sichere Arzneimittel-Kennzeichnung – von der Einzelverpackung bis zur Palette
Im Kampf gegen Medikamentenfälscher hilft langfristig nur eine eindeutige, sicher erfassbare und rückverfolgbare Kennzeichnung der Arzneimittel. Datamatrix wird daher bald in einigen Ländern Pflicht.
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Bittere Pille: Immer mehr gefälschte Medikamente kommen auf den Markt. Erst jüngst hat die internationale Polizei Interpol innerhalb einer Woche in 45 Ländern mehr als eine Million gefälschter Tabletten beschlagnahmt.
Gefragt sind daher zuverlässige Lösungen, mit denen sich alle Pharmaverpackungen kennzeichnen lassen – von der Einzelverpackung über die Bündel-/Sammelverpackung bis hin zur Palette. Indem jede einzelne Verpackungseinheit durch die Zuordnung einer international standardisierten und weltweit immer nur einmal vergebenen Identifikationsnummer wie beispielsweise einer 20-stelligen GTIN (Global Trade Item Number) serialisiert wird, ist diese eindeutig identifizierbar und rückverfolgbar. Diese Nummern lassen sich in einem Datamatrix verschlüsseln. An jeder Station in der Lieferkette, die das Produkt mit dem serialisierten Code passiert, werden Informationen zu der entsprechenden Warenbewegung gespeichert. Bei Abgabe der Arznei erfolgt dann ein „Gegencheck“ und „Ausbuchen“, sodass der Code und damit das Produkt jederzeit als „echt“ verifiziert werden kann.
Neue internationale Regeln
In Frankreich treten am 1. Januar 2011 entsprechende Regelungen in Kraft, dass pharmazeutische Produkte für den französischen Markt mit einem 13-stelligen Datamatrix-Code, Chargennummer und Verfallsdatum zu versehen sind. In der Türkei ist der Datamatrix bereits Pflicht, wenn es um die Kennzeichnung von Arzneimitteln geht.
Für das Aufbringen des Datamatrix stehen verschiedene Kennzeichnungstechniken zur Verfügung:
Kompakt und somit gut in Verpackungsanlagen oder komplexe Track & Trace-Anlagen integrierbar, ist der Inkjet-Codierer iJET. Bei bis zu 600 dpi Auflösung druckt das Gerät Texte, Logos, EAN 128, GS1 Datamatrix etc. in sehr gut lesbarer Qualität. Mit Druckgeschwindigkeiten von bis zu 240 Metern pro Minute bei einer Auflösung von 300 dpi sind die hohen Anlagengeschwindigkeiten moderner Pharmabetriebe kein Problem für ihn. Die Zero up- und Zero down time-Funktion gewährleistet eine hohe Anlagenverfügbarkeit, denn beim Kartuschenwechsel wird die Druckfunktion nicht unterbrochen.
Der neu entwickelte X4JET kann sowohl bis zu vier HP- als auch bis zu vier Piezo-Druckköpfe ansteuern. Da mit beiden Drucktechnologien gleichzeitig oder im Wechsel gedruckt werden kann, lassen sich Primär- und Sekundärverpackungen ein- oder beidseitig auch an zwei voneinander unabhängigen Produktionslinien mit unterschiedlichen Druckstarts und -geschwindigkeiten bedrucken. Das Gerät leistet bis zu 3000 1:1-Datenübertragungen für Serialisierungen pro Minute in Form von variablen Barcodes oder 2D-Codes. Je nach Verpackungsform können Verpackungseinheiten mit Echtzeit-Informationen, variablen Daten oder Datamatrix nach GS1-Standard horizontal bis 12,5 Millimeter oder vertikal bis 25 Millimeter bedruckt werden.
Der modulare Legi-Air 4050 P ist ein Etikettiersystem, das durchlaufende oder stehende Paletten etikettiert. Unmittelbar vor dem Spendevorgang werden die Etiketten mit den erforderlichen variablen Daten bedruckt. Über eine optional integrierte Scantechnik besteht die Möglichkeit, noch während des Druckens die Lesbarkeit der Etiketten zu prüfen.
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