Schlauchüberwachung Sensorlose Schlauchüberwachung sorgt für Sicherheit bei Verladestellen

Redakteur: Dr. Jörg Kempf

Viele Anschlüsse und viele Schlauchleitungen bergen viele Fehlerquellen. Wo gängige Prozessleitsysteme den Kuppelzustand nicht erfassen, sind solche Fehler quasi programmiert. Ein Sicherheitssystem verspricht Abhilfe.

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Nobody is perfect: Das größte Sicherheitsrisiko ist und bleibt wohl immer der Mensch. Stress, Unaufmerksamkeit und Überforderung führen zu Fehlern im Handling, die gerade in der chemischen Industrie fatale Folgen haben können. Schnell ist es beispielsweise passiert, dass z.B. bei Verladevorgängen vergessen wird, die Gaspendelleitung oder Erdung anzuschließen. Doch der Mensch ist auch der größte Risikobegrenzer, wenn er Sicherheitslösungen einsetzt, die komplexe Systeme überwachen und steuern. Wo das Sicherheitssystem Cosy installiert ist, so der Hersteller Roman Seliger Armaturenfabrik, werden Prozesse gestoppt, bevor der Fehler wirkt.

Cosy steht für Connecting Observation System. Das sensorlose Schlauchüberwachungssystem überwacht die Anschlussstellen von Schlauchleitungen, die überall da genutzt werden, wo Verbindungen schnell und flexibel hergestellt oder gelöst werden müssen. Das reicht von einfachen Verladestellen an der Schnittstelle zum Tankwagen oder zum Kesselwagen der Bahn bis hin zu komplexen Schlauchbahnhöfen. Das System gibt ein Signal aus, das im Prozessleitsystem Gegenmaßnahmen auslöst, also die werkseigenen Warnsysteme aktiviert oder alternativ beispielsweise eine Pumpe nicht anlaufen lässt.

Die Überwachung der Anschlussstellen von Schlauchleitungen durch Cosy funktioniert ohne Sensorelemente. Die leitfähige Schlauchleitung wirkt in diesem Fall selbst wie ein Sensorüberträger, d.h. sie übt als elektrischer Leiter die Schalterfunktion aus: Schmutz, Nässe oder sonstige Umwelteinwirkungen beeinträchtigen die Funktionalität nicht.

Zwei Varianten

In der Variante Cosy T ist das Sicherheitssystem optimiert für den Einsatz an Verladestellen, also z.B. für den Anschluss zwischen Werk und Tankwagen, Kesselwagen oder ISO-Container. Hier misst es Widerstandsänderungen gegen die Masse und überwacht damit die Verbindungen Produktleitung, Gaspendelleitung und Masseanschluss.

Die Variante Cosy S ist optimiert für den Einsatz an Verteilstationen, also den Schlauchbahnhöfen zwischen Lagertank und Prozesstank. Hier erfasst das Sicherheitssystem die anliegende Spannung zwischen den elektrischen Bürden und überprüft dabei, ob die elektrischen Leitungen zu den Kuppelstellen und die Bürden intakt sind. Diese Funktion lässt sich anwenden für Rezeptursteuerung, Verbindungsüberwachung sowie Identifikation und Selektion.

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