Pharmalogistik
Scheinbar kleines Prozessdetail optimieren: Effizienzgewinn durch schnellen Palettenwechsel

Ein Gastbeitrag von Lars Wellerdiek, Co-Gründer und -Geschäftsführer der SW-Paratus GmbH 4 min Lesedauer

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Engpässe entstehen in der Pharmalogistik oft an unerwarteten Stellen. Ein Beispiel ist der Palettenwechsel: unscheinbar im Ablauf, aber entscheidend für den Materialfluss. Wer diesen Prozess effizienter gestaltet, kann Produktionsspitzen besser meistern, Personal entlasten und Ressourcen schonen. Unser Gastautor erklärt, wie es geht.

Der Paratus Change ist ein mechanischer Palettenwechsler für die Pharmaproduktion.(Bild:  Paratus)
Der Paratus Change ist ein mechanischer Palettenwechsler für die Pharmaproduktion.
(Bild: Paratus)

Die Pharmaindustrie gehört zu den anspruchsvollsten Branchen, wenn es um die Logistik geht. Nicht nur Temperaturführung, Chargendokumentation und Qualitätssicherung müssen nahtlos ineinandergreifen. Auch entstehen Engpässe häufig nicht bei großen Schritten, sondern an Stellen, die auf den ersten Blick unscheinbar wirken. Im Alltag entscheiden sie über die Leistungsfähigkeit einer ganzen Produktion.

Sommer als Zeitfenster für Optimierungen

In vielen Betrieben sind die Sommermonate ein Zeitfenster, um Prozesse genauer unter die Lupe zu nehmen. Während Schichtpläne flexibler gehandhabt werden und Produktionslinien nicht auf Volllast laufen können Abläufe kritisch geprüft werden. Manche Unternehmen nutzen diese Phase gezielt, um Verbesserungen anzustoßen oder neue Technologien einzuführen. Der Vorteil: Änderungen lassen sich im kleineren Rahmen erproben, bevor das Tagesgeschäft im Herbst und Winter wieder volle Aufmerksamkeit verlangt. Wer solch ruhigere Zeiten nutzt, kann unscheinbare Schwachstellen aufspüren, die im laufenden Betrieb eine erhebliche Wirkung auf die Gesamtleistung entfalten.