300 Mio. Euro für Krankheitsdiagnostik
Roche eröffnet LEAP in Penzberg: ein Haus für den „Spirit“

Von Sarah Junker 9 min Lesedauer

LEAP steht für „Sprung“ oder für das danach benannte Diagnostik-Innovationszentrum von Roche in Penzberg. Automatisierte Hightech-Labore, Shared Economy und Co-Working-Areas sind Teil des Gebäudekonzepts: Hier kämpfen Forscher gemeinsam gegen Alzheimer und weitere Krankheiten. PROCESS spricht auch mit Daniela Kahlert, Geschäftsführerin von Roche Diagnostics Deutschland, über die Zukunft der Diagnostik.

In der Mitte des Atriums verweist ein Kunstwerk auf die Verbindung von Natur mit Moderne und Vergangenheit mit Zukunft.(Bild:  Sarah Junker)
In der Mitte des Atriums verweist ein Kunstwerk auf die Verbindung von Natur mit Moderne und Vergangenheit mit Zukunft.
(Bild: Sarah Junker)

Schon beim Betreten des Neubaus wird deutlich: Hier geht es nicht nur um zusätzliche Quadratmeter Laborfläche, sondern um ein neues Verständnis von Diagnostikforschung. Das helle, lichtdurchflutete Atrium des Innovationszentrums am Standort Penzberg öffnet sich über mehrere Geschosse. In der Mitte hängt ein großes Kunstwerk von der Decke herab und ist mit dem Boden verbunden. Es wirkt eher wie der Empfang eines Technologiecampus als ein klassisches Forschungsgebäude. Galerien öffnen sich zur rechten Seite hin zu modernen Büroräumen; links geben gläserne Fronten den Blick in hochmoderne Labore frei. Pflanzeninseln lockern die Atmosphäre auf, Co-Working-Areas und kommunikative Zonen wechseln sich mit Rückzugsorten für konzentriertes Arbeiten ab.

Was architektonisch Transparenz und Offenheit vermittelt, ist strategisch hoch ambitioniert: Rund 300 Millionen Euro investierte Roche seit Baubeginn im Februar 2022 in das etwa 23.000 Quadratmeter große Diagnostik-Innovationszentrum LEAP. Mit dem Neubau bündelt das Unternehmen nun etwa 1.000 Forscher unter einem Dach – in einem Gebäude, das gezielt auf Vernetzung, Automatisierung und effiziente Arbeitsabläufe ausgelegt ist.