Schlauchpumpen Robuste Schlauchpumpen optimieren Schlammaustrag aus Stahlwerk-Eindicker

Redakteur: Dr. Jörg Kempf

Der Schlamm, der aus Eindickern in Stahlwerken abgezogen und zu Filterpressen gepumpt wird, ist extrem abrasiv. Einer der weltweit größten Stahlwerkbetreiber hat auf LPP 65-Schlauchpumpen von Larox Flowsys umgestellt und so die Anlagenverfügbarkeit und den Filterwirkungsgrad optimiert, vor allem aber die Wartungskosten minimiert.

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Härteste Einsatzbedingungen für Pumpen
Härteste Einsatzbedingungen für Pumpen
( Bild: Larox Flowsys )

Im Rahmen einer umfassenden Hochofenmodernisierung hat sich einer der weltweit größten Stahlwerkbetreiber für die LPP 65-Schlauchpumpen von Larox Flowsys entschieden. Diese Pumpen fördern das schlammartige Sediment aus dem Eindicker in Kammerfilterpressen. Die Entscheidung fiel aufgrund der außergewöhnlichen Abrasionsfestigkeit der Pumpen. Damit lässt sich der 50 °C heiße Schlamm, der eine relative Dichte von 1,7 und einen Feststoffanteil von 20% bis 60% aufweist, problemlos aus dem Eindicker in die Filterpressen fördern. Der Schlamm beinhaltet grobkörnige Kohlenstoffpartikel, die den bisher eingesetzten Kreiselpumpen schwer zugesetzt haben. Starker Verschleiß führte zu hohen Reparaturkosten.

Speziell für abrasive Medien ausgelegt

Die LPP Schlauchpumpen sind speziell für solche abrasiven Fördermedien ausgelegt. Der Schlauch ist bei diesen Pumpen bekanntermaßen das einzige Bauteil, das mit dem Fördermedium in Berührung kommt. Hinzu kommt das patentierte Förderprinzip, das mit seiner exzentrisch gelagerten, zylindrischen Druckrolle den Förderschlauch im Arbeitszyklus sehr schonend quetscht.

Die Reduzierung auf nur ein einziges Verschleißteil in den Pumpen, das bei Bedarf sehr schnell und einfach ausgetauscht ist, gab den Ausschlag für den Einsatz. Die Schlauchpumpen wurden mit Larox-Frequenzumrichtern installiert, so dass der Betreiber jetzt den Förderstrom auf die Prozessparameter des Eindickers anpassen kann. Durch diese Drehzahlverstellung wird erreicht, dass der Schlamm eine konstantere Zusammensetzung und höhere Feststoffkonzentration aufweist. Dies führt unmittelbar zu einer Verbesserung des Wirkungsgrades der Filterpressen.

Die LPP-Schlauchpumpen sind seit über einem Jahr in dem Stahlwerk im Einsatz. Für den Betreiber bedeutet der Umstieg auf diese Schlauchpumpentechnologie eine größere Verfügbarkeit der Pumpen bei wesentlich geringern Wartungs- und Ersatzteilkosten. Die Erfahrungen des Anlagenbetreibers seien so positiv, dass bereits vier weitere Schlauchpumpen dieses Typs für andere Anlagenteile bestellt worden seien, so Larox Flowsys.

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