Wasserversorgung

Risikomanagement in der Wasserversorgung

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Handbuch für kleine – und große – Wasserversorger

Ein vor Kurzem in Kooperation mit dem Umweltbundesamt (UBA) durchgeführtes Vorhaben befasste sich mit der Umsetzung des WSP-Ansatzes insbesondere bei „kleinen“ Wasserversorgern, also Unternehmen, die weniger als 5000 Einwohner mit Trinkwasser versorgen. Als Projektergebnis wurde ein Handbuch veröffentlicht, das selbstverständlich auch von größeren Wasserversorgern genutzt werden kann (Das Handbuch können Sie hier herunterladen).

In zahlreichen Praxisvorhaben werden vom TZW abteilungsübergreifend Gefährdungsanalysen und Risikoabschätzungen für Wasserschutzgebiete, Wasserwerke und Verteilungsnetze bearbeitet. Insgesamt wurden bisher rund 30 Wasserschutz- oder Einzugsgebiete von Grundwasserwerken sowie Talsperren betrachtet und bewertet. Der DVGW hat sich auch des kontrovers diskutierten Themas „Objektschutz von Wasserversorgungsanlagen“ angenommen (Neufassung des DVGW-Merkblattes W 1050).

Eine Reihe von Wasserversorgern hat den DVGW-Hinweis W 1001 auf einen Prozessschritt oder auch auf mehrere Prozesse bereits angewendet. Dabei wurde immer wieder deutlich, wie wichtig es ist, den ersten Schritt zu tun – die Methode ist offen und geeignet, sich zunächst einem Prozessschritt zu widmen und dabei Erfahrungen zu sammeln.

Weitgehend ausgereift sei die WSP-Methodik heute, sagt Dr. Ingrid Chorus, Leiterin der Abteilung Trink- und Badebeckenwasser im Umweltbundesamt, in einem Interview mit dem IWW Journal (Ausgabe 40) des IWW Zentrum Wasser. Entwicklungsbedarf bestehe jedoch an einer Stelle, und zwar bei der quantitativen Bewertung der Effizienz, mit der insbesondere die technischen Verfahren der Trinkwasseraufbereitung Krankheitserreger und Stoffe eliminieren.

* Der Autor ist freier Mitarbeiter bei PROCESS.

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