Dezentrale e-Fuel-Produktion Grüner Wasserstoff für Europas Streitkräfte: Rheinmetall und Partner planen „Giga PtX“

Quelle: Sunfire 2 min Lesedauer

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Mit dem Projekt „Giga PtX“ will Rheinmetall gemeinsam mit Partnern wie Sunfire, Ineratec und Greenlyte Carbon Technologies die Kraftstoffversorgung der europäischen Streitkräfte unabhängiger und grüner machen.

Rheinmetall, Sunfire und Partner bündeln Kräfte für „Giga PtX“.(Bild:  Sunfire)
Rheinmetall, Sunfire und Partner bündeln Kräfte für „Giga PtX“.
(Bild: Sunfire)

Mit dem Projekt „Giga PtX“ will Rheinmetall die eigenständige Herstellung synthetischer Kraftstoffe (e-Fuels) in Europa vorantreiben. Ziel ist es, die Energieversorgung kritischer Infrastrukturen und Streitkräfte unabhängiger zu gestalten. Für das Vorhaben arbeitet Rheinmetall mit mehreren deutschen Industrie- und Cleantech-Unternehmen zusammen, darunter Ineratec, Greenlyte Carbon Technologies und der Dresdner Elektrolyse-Spezialist Sunfire.

Birgit Görtler, Vice President Sales Hydrogen bei Rheinmetall, betont: „Wir haben genau die Partner, die wir brauchen. Wir sind bereit und können sofort loslegen, um die Kraftstoffresilienz in Deutschland und Europa nachhaltig zu stärken.“

Im Projektvorschlag „Giga PtX“ sind die Druck-Alkali-Elektrolyseure von Sunfire als unverzichtbarer Bestandteil der Produktionsanlagen vorgesehen, um grünen Wasserstoff zuverlässig bereitzustellen. Mit Sunfire setzt Rheinmetall damit auf ein führendes Elektrolyseunternehmen, das sich als Partner für die Realisierung von Wasserstoff-Großprojekten etablieren konnte. Der deutsche Elektrolyse-Spezialist Sunfire gilt als führend in der SOEC-Technologie, die sich besonders für den Einsatz in e-Fuel-Anlagen eignet. Durch die Nutzung von Dampf oder Abwärme lässt sich die Umwandlungseffizienz steigern, sodass bei gleichem Energieeinsatz mehr Wasserstoff erzeugt und die Produktionskosten reduziert werden können.

„Giga PtX“ soll europäische Unabhängigkeit stärken

Das Projekt „Giga PtX“ plant ein europaweites Netzwerk mit mehreren hunderten dezentralen Produktionsanlagen, die CO2-neutrale synthetische Kraftstoffe herstellen. Jede Anlage soll jährlich 5000 bis 7000 Tonnen Diesel, Schiffsdiesel, oder Kerosin produzieren.

Sobald die Kraftstoffe vor Ort erzeugt werden können, entfällt die Abhängigkeit von langen und fragilen Lieferketten fossiler Energieträger, so das Argument der Projektbeteiligten. Dadurch könnten Energieversorgung und Mobilität widerstandsfähiger werden – sowohl im Verteidigungssektor als auch in Bereichen wie Gesundheitswesen, Transport und Logistik.

Nils Aldag, CEO von Sunfire, unterstreicht die strategische Bedeutung der Elektrolysetechnologie: „Grüner Wasserstoff als lokaler, erneuerbarer Energieträger verschafft Europa die Freiheit, unabhängig zu handeln. Diese ‚Sicherheitsdividende‘ ist bislang zu kurz gekommen – und hier setzt unsere Partnerschaft für Giga PtX an. Europäische Elektrolysetechnologie trägt damit nicht nur zur Dekarbonisierung bei, sondern leistet einen unverzichtbaren Beitrag für ein starkes, widerstandsfähiges Europa.“

Doppelte Wirkung für Europa

Das Militär ist für rund 5,5 Prozent der CO2-Emissionen verantwortlich – und liegt damit auf einem Niveau mit dem gesamten Luft- und Schiffsverkehr. Gleichzeitig verfügt Europa mit Sonne, Wind und Wasser über alle Voraussetzungen, saubere Energieträger wie grünen Wasserstoff eigenständig zu produzieren.

Grüner Wasserstoff und seine Folgeprodukte wie e-Fuels bieten die Möglichkeit, die Abhängigkeit von fossilen Energieimporten zu reduzieren und somit die Resilienz von Verteidigung und kritischen Infrastrukturen in Europa zu stärken. Gleichzeitig könnten sie einen wichtigen Beitrag zur Erreichung der EU-Klimaziele leisten, betont Sunfire.

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